Steigen

 

Reisebericht Steigen  

Unser Reisebericht über Steigen vom 21.6 bis 28.6.2008

Nach einem Jahr Wartezeit sollte es am 19.6 endlich wieder Richtung Norden gehen. Da vier Mann vom Team-Nordkap eine Angelpause 2008 einlegen wollten, entschied der Rest: „dann fahren wir zu sechst, Hauptsache wir fahren.“


Alles was" mann" so braucht. :-)))))

 

Gesagt getan, es fiel die Wahl auf Steigen. Etwas südlicher als sonst, aber immer noch im Norden von Norwegen.

Die Abfahrt sollte um 12 Uhr losgehen und unser Sharan startete auch pünktlich Richtung Kiel. Wir wählten diesmal nicht die überfahrt „Rostock – Trelleborg“, sondern die Fährüberfahrt „Kiel – Göteborg“ um ein paar Autokilometer zu sparen und ausgeschlafen die nächsten 1600 km zu überstehen.

In Kiel erwartete uns ein regenverhangender Himmel und die erste überraschung beim Einchecken. „Ihr Auto ist zu hoch, sie müssen umbuchen oder den Dachkasten ins Auto schieben. “ Da letzteres nicht möglich war, mussten wir erst mal in den sauren Apfel beißen und 100 Euros für eine Umbuchung zusammenkratzen.

Gesagt, getan – nun wollten wir das Geld nun auch loswerden, doch zu unserem Glück hatte die nette Dame Probleme mit der Computertechnik, sodaß wir die hundert Euro wieder unsere nennen konnten.
Also rauf auf die Stena Line „Scandinavica“, Sachen in die Kabinen werfen, Essen fassen und – das allerwichtigste – einen Fernseher für die übertragung des Deutschlandspiels suchen. Zum erstaunen wurde für alle Fußballhungrige eine riesige Videoleinwand aufgebaut, Oh Gott, waren wir glücklich, besser konnte der Urlaub nicht beginnen!

Gut ausgeschlafen legte wir bei strahlendem Sonnenschein in Göteborg an. Unsere Reise ging entlang der E 45 über Mora, Sveg, östersund nach Storuman. Es erklärte uns eine nette Dame, erster Halt nach 300 km zum Essen fassen.

Der nächster Stopp war dann in Sveg. Dort wurde getankt und ein wenig die steif gewordenen Glieder gestreckt. Zum erstaunen mußten wir fesstellen, dass der Dieselpreis hier bei 1,16 lag. Fast geschenkt!!! In Storuman ging es dann Richtung Mo i Rana. Der Grenzübertritt verlief unspektakulär, weil er kaum zu erkennen war. Das einzige, was wir sehen konnten,  war eine neu gebaute Halle für den Zoll. Irgendwann am Morgen überquerten wir den Polkreis und das Ziel war zum greifen nah.

Endlich mal wieder Schnee.

In Fauske wurde nochmal kurz nachgetankt. Bei einen Literpreis von 1.72 Euro ein wahres Vergnügen. Aber „wat mut, dat mut!

So gegen 9.00 Uhr trafen wir in Steigen Sjohus ein. Die Begrüßung war herzlich und freundlich. Da wir viel zu zeitig da waren, wurde uns erst einmal als Service ein ordentlicher Kaffee gemacht, den wir auch nach einer so langen Fahrt wahrlich benötigten. Nach kurzen zwei Stunden konnten wir unser Haus beziehen. Ich kann nur sagen: alles Suuupeeeer. In dieser Anlage wird wirklich Service noch „GROß“ geschrieben. Also  Sachen in die Ecke gefeuert und mit dem Vermieter erst mal eine Einweisung über die Boote erhalten.

 

Noch wichtiger war aber eine kurze Fahrt durch die Schären der Anlage. Diese haben es wirklich in sich. An den ersten Tagen bin ich fast mit Standgas dort durchgefahren, so groß war die Angst auf einen Felsen unter Wasser aufzusetzen! Nach kurzer Zeit hatte man die Strecke im Kopf und der Gashebel wurde schon mal vorn gelegt…

Nun stand der ersten Erkundungstour nichts mehr im Wege. Wir hatte zwei Boote für 6 Mann. Das erste Boot teilten sich unsere Rentnergang Klaus und Wilfried. Das andere der Kumpel Soni und meine Wenigkeit.

Wir fingen in den 3 Stunden etliche Küchendorsche, kleine Lengs, Köhler im Miniformat und meinen ersten größeren Pollack. Für mich war es mein erster Fisch dieser Gattung.

„Warum“ fragt Ihr Euch? Na, weil ich sonst nur nördlicher als Steigen geangelt habe und es dort wohl keinen Pollack mehr gibt, oder – besser gesagt – seltener sind.

So gegen 20 Uhr beendeten wir unser erste Stippvisite. Ich musste mich beeilen, denn unsere beiden Nachzügler, die per Flugzeug nachgekommen sind, warteten schon am Fähranleger in Bogoy. Also nochmal kurz den Diesel angerissen und Lumpensammler gespielt. Überpünktlich legte die Fähre aus Bodö kommend in Bogoy an, kurze herzliche Begrüßung –  wie es sich unter Männern versteht – und dann auch schon die erste Frage: habt ihr schon was gefangen ????? „Ja, ja, nur Kleinkram“, antwortete ich – mh mh mh… verdutzte Gesichter, hatten doch die beiden Norwegenneulinge im Vorjahr in Hamneidet gleich einmal jeder ein 30  Pfünder vorgelegt.

Was soll’s? Der Spaß steht ja bei uns sowieso an erster Stelle und den einen oder anderen Unterwasserbewohner werden wir schon die große Welt bzw. die Pfanne zeigen. Es war jetzt inzwischen 22.30 Uhr als alle bereit für eine neue Ausfahrt waren. Wir fischten die ganze Nacht noch bis früh um sieben Uhr, putzten die gefangenen Fische, futterten noch etwas und den einen oder anderen Absacker gab’s auch noch, so daß wir,  wenn ich mich nicht verrechnet habe, 46 Stunden ohne ’ne Mütze Schlaf ausgekommen sind!

Ja, das ist eben das Angelfieber und die scheinende Mitternachtssonne, die einen hier die Müdigkeit vergessen lässt.

Fazit zum 2. Angeltörn:
– Dorsche in Massen, alle so um die 3 bis 6 Pfund
– Milliarden von Mini-Köhlern
– Lumben bis zum Abwinken und den einen oder anderen Leng

Ja, was soll ich sagen, so ging es die ganze Woche weiter. Das Wetter wurde ein wenig schlechter und der Wind nahm zu, so mussten wir uns wohl oder übel zwischen den Schären mit kleinen Fischen begnügen, die aber an leichtem Geschirr ebenso viel Spaß bereiteten. In den letzen beiden Tagen wurde das Wetter ansehnlich besser und wir konnten raus auf die Großen. bekannte Stellen wie Boebakkan (Pobacke  von uns genannt) und Flatoya wurden jetzt von uns angesteuert. Die Fische wurden jetzt schon ein wenig größer. Schellfische um die 5 Pfund landeten in unseren Kisten, Dorsche bis 15 Pfund und wieder in Grundnähe Lumben und Lengs. Der letzte Tag unseres Steigenurlaubs brachte dann auch das ersehnte ruhige und sonnenreiche Wetter. Es konnte dann auch gezielt auf die Großen gehen. Zwar standen die großen  Dorsche sehr verstreut, aber jetzt wurden wenigsten auch mal Fische bis 18 Kg auf die Planken gelegt.

. Wir fingen an dem Tag große Fische, kleine Fische und, wie Ihr auf den Bildern seht, auch komische Fische .

oder solche

 

Fazit dieser Reise:
Ein super Angelgebiet, welches auch noch bei sehr viel Wind befischt werden kann, sehr gepflegte Anlage mit netten Menschen und die Fischarten waren auch sehr vielfältig.

So fingen wir in unserer Woche:
– Dorsch (größter 18 kg)
– Lumb (8 kg)
– Köhler (7 kg)
– Leng (5 KG)
– Schellfische
– Rotbarsche (3Pf)
– kleiner Heilbutt
– Knurrhahn
– Pollack
– Makrele (halbe Tunfische)

 

Alles im allen: sehr empfehlenswert!
Und auch das ist eine Anlage, der wir sicher nochmals einen Besuch abstatten werden.

 

 

Mit besten Grüßen

Andreas vom

 

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