Skarsvag Angeln unter dem Nordkap

Mit diesen kleinen Bericht sollte es diesmal mehr um die Beschreibung unseres Reiseziel gehen und nicht um die Präsentation von riesen Fischen obwohl natürlich es auch genug Fisch gab doch diesmal war die Größe doch eher Mittelmaß was aber nicht heißt dort gibt es keine Riesen.Dass es keine Rekordfische in diesem Jahr gab, war mehr oder weniger dem Wetter und vor allen den Wind anzulasten, das sind halt die Tücken, wenn man Offshore angeln möchte.Nach all den Jahren hat man so langsam das Gefühl, man kennt schon jede Ecke in Norwegen. Alle ???nein, denn was muss man als Norwegenfan unbedingt mal machen….na klar das Nordkap besuchen.

Zufällig fand ich eine neue Anlage in Skarsvag die sehr vielversprechend aussah und eine „Top“ Lage hatte. Das nördlichste Fischerdorf in Europa auf Sichtweite vom Nordkap.

Die Buchung erfolgte ein Jahr im Voraus um auch den Wunsch Zeitraum(Juni)die Anlage zu besuchen.

Bei der Reiseroute wurde die schnellste über Schweden gewählt. Insgesamt starteten wir mit 10 Mann und zwei Bussen Richtung Norden.

Die Anlage befindet sich direkt am Wasser und hat zwei Tipi ähnliche Häuser auf einen Felsen gebaut. Jedes Haus hat Platz für 10 Personen was sich aber im Nachhinein als sehr nicht komfortabel heraus stellte.

Alles war neu und gemütlich eingerichtet und man fühlte sich gleich sehr wohl hier. Beim Einräumen kamen aber dann doch ein paar Sachen zum Tragen, die man besser lösen sollte. Perfekt wären eigentlich die beiden Häuser mit jeweils 8 Personen zu vermieten. Die beiden Schlafräume im Obergeschoß sind so eng das man nur nacheinander den Raum betreten kann. Man schläft auf Matratzen und für ältere Personen ist das aufstehen ein mühseliges Unterfangen. Dies war aber auch eigentlich der einzige Kritikpunkt.

Ein paar Meter weiter waren auch schon die Steganlage mit dem Booten und den Serviceraum der wirklich super war. Riesiger Kühlraum und ausreichender Platz zum filetieren des Fanges. Sogar eine Toilette und Dusche waren dort untergebracht……Dolle.

Die Boote (Arronet 18ft/70PS, Echolot, GPS und Plotter) sind für 2-3 Personen ausgelegt, liegen gut im Wasser und lassen sich mit ihren 70 PS auch zügig dahin gleiten.

Leider gibt es auch hier zwei Kritikpunkte. Ersten ist der hintere Bereich beim Angeln sehr eng und zweitens sind die  Bordwände sehr niedrig was man am Ende des Tags an den Knien (blaue Flecke) spürt.

Aus anglerischer Sicht, sicherlich mit riesen Potenzial. Zwar halten sich die Unterwasserstrukturen im Rahmen aber Dorsch gab es in jeder Ecke und das in Massen.

Es gab in dieser Woche nicht die Riesen oder Ausnahmefische die man unbedingt  fotografieren mußte aber  neben schönen Dorschen gab es viele leckere Schellfische, Heilbutt und Köhler.

Leider konnten wir von den 7 Tagen wirklich bloß 3 Tage einigermaßen Fischen und somit auch nicht dieses Gebiet ausgiebig testen.

Trotz allem war es eine wiedermal gelungene Reise zum Nördlichsten Teil Europas, mit einer grandiosen Natur.

 

Euer

team-nordkap.de

TRÆNA ARCTIC FISHING

2018 TRÆNA ARCTIC FISHING 10309670Die letzte Reise in den hohen Norden ist nun schon über 1 ½ Jahr her und so langsam steigt das Norwegenfieber ins unermessliche. Die neue Destination liegt genau auf dem Polarkreis und ist aus anglerischer Sicht noch sehr jungfräulich. Als mein Reiseanbieter dieses Haus mit ins Programm genommen hatte, war ich hin und weg. Allein der Blick auf die Seekarte versprach ein abwechslungsreiches und interessantes Angeln auf alle Flossenträger die dort ihr Unwesen treiben.

Gesagt und getan, schnell das ganze Haus gebucht und natürlich war der Wunschmonat schon ausgebucht.

Uff, wat nun? Okay, dann eben September.

Das Team war schnell zusammengestellt und alle waren heiß wie Fritten Fett. Jetzt hieß es warten Beiträge lesen, Karten studieren und waaaaarten.

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Am 27.8. war es dann endlich soweit. Pünktlich um 18 Uhr ging es auf die Fähre Richtung Göteborg.

Die 14 stündige Überfahrt verging wie im Fluge.

IMG_20180827_102622Unsere Fahrt verlief diesmal durch Norwegen, entlang der E6. Wir  hatten gute 22 Stunden Zeit um pünktlich die Fähre Stokkvägen-Selvaer https://www.boreal.no zu bekommen. Wie jedes Jahr, genießt man die Fahrt durch die unendlichen Weiten und der wunderschönen Natur Skandinaviens.

So gegen 5:00 Uhr morgens und ohne Zwischenfälle erreichten wir unsere letzte Etappe auf dieser Reise. Jetzt hieß es, erstmal eine Mütze voll schlaf nehmen oder besser gesagt, versuchen.

IMG_0901 IMG_0895Um 9:00 Uhr, pünktlich  legte die Fähre an. Da wir fast die einzigen waren legte Sie auch nach 5 Minuten wieder ab. Nach einen Kaffee und ein paar Fotos legte Fähre nach 3.15 Std. in Selvaer an.

IMG_0902Traena am Horizont                                                                                                                                                       Die Entfernung vom Hafen bis zur Unterkunft war erwartungsgemäß seeeeehr lang. Genauer gesagt reine Fahrzeit, eine Minute.

Da waren wir nun. Die Frauen vor Ort, begrüßte uns sehr herzlich und man fühlte sich gleich Willkommen.  Die Einweisung vom Haus und Booten erfolgte zeitnah. Was neu war für uns, war die Registrierung zwecks der neuen Bestimmung zu den Fangmeldungen per Tablet.

IMG_0934 IMG_0949Die Boote waren mit allem ausgestattet, was man hier benötigt.

IMG_0947Jetzt schnell die Klamotten verstaut und erst mal für ein üppiges Abendessen gesorgt. Zuvor gab es vom Nachbarn noch eine gratis Kiste leckerer Krabben.

IMG_20180829_131646 IMG_20180829_131705 IMG_20180829_201632_BokehWas für ein Abenddinner bei der Ankunft ……..

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Wir ließen den Abend noch ruhig ausklingen und bei 13 Grad Wassertemperatur wurde noch ein Bad genommen.

IMG-20180829-WA0017Der nächste Morgen stand ganz im Zeichen des Rotbarsches. Da ab dem 1.9. für die leckeren gesellen Schonzeit angesagt ist, wollte wir bei besten Wetter noch den ein oder anderen Roten verhaften. Da vom Reiseveranstalter (DinTur) schon ein paar Punkte auf der Seekarte eingezeichnet waren, entfiel das lange suchen. In kürze waren die Stellen angefahren und die Köder in Position gebracht. Lange dauerte es auch nicht, bevor die ersten Rotbarsche das Licht derWelt erblickten.

IMG_0916IMG-20180904-WA0032 IMG_20180829_155519Mit Elektrorolle natürlich ein Kinderspiel die Burschen aus 250m Tiefen Wasser an die Oberfläche zu befördern.

IMG-20180904-WA0002Leider ging dieser wundervolle Tage mit viel Sonnenschein zu Ende und der Wetterbericht hat für die nächsten eineinhalb Tage Angelpause voraus gesagt. Was soll´s, dann wird mal die kleine Insel erkundet und das Getränkelager ein wenig verkleinert.

IMG_0942IMG_20180902_154915IMG_0938Tag 3. Es wurden die nächsten verheißungsvolle Plätze angefahren und überall gab es Fisch. Um an die großen Dorsche zu gelangen, musste man erst mal durch die dichten Schwärme von Köhlern durch. Überall wo nur ein Haken dran war, hing unweigerlich auch gleich ein Miniköhler.

IMG_20180829_165851_Bokeh IMG_20180831_131629_Bokeh Am Ende unserer Woche hier am Polarkreis hatten wir eine tolle und artenreiche Fisch Waid erlebt. Die ganz großen Ausreißer waren nicht dabei aber Dorsche bis 16 Kg, Seeteufel 14Kg, Köhler ü 10Kg und Polack  waren und sind hier keine Ausnahme.

IMG-20180831-WA0008 IMG-20180831-WA0011 IMG_20180831_131647_Bokeh IMG-20180831-WA0010 IMG-20180831-WA0031 IMG_20180901_113721_Bokeh IMG-20180901-WA0000 IMG-20180903-WA0007 IMG-20180901-WA0014 IMG-20180904-WA0035 IMG-20180831-WA0029Wer hier die Insel mal einen Besuch abstatten sollte, kann sich auf eine spannende Angelei einstellen. Das Gebiet ist aus Sicht des Anglers noch jungfräulich und das Potenzial seinen Traumfisch zu fangen, enorm.

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Auch diese Insel wird uns lange in guter Erinnerung bleiben.

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Und wie immer heißt es auch diesmal, Abschied nehmen.

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Fazit unserer Reise……

einfach nur wunderbar, genial und unvergesslich. Dazu noch eine tolle Truppe mit die man gern wieder in den hohen Norden fahren möchte.

euer

team-nordkap.de vick IMG_0919

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Havoysund zum dritten

                                                                                                             Havoysund zum dritten, 10309670

IMG_20170607_125336Wer unsere Berichte 2011 und 2013 von Havoysund  gelesen hat, weiß  wenn man sich erst mal in eine Region verliebt hat. Wir hatten mal wieder im Bekanntenkreis viele Anfragen ob noch ein Plätzchen frei wäre, und schnell waren 16 Mann gefunden.

IMG-20170605-WA0009Gebucht wurde bei Töpfer Angelreisen denn hier wurden wir  2013 schon gut betreut. Nun hieß es wieder warten und Träumen. Die Reiserute und das Angelgebiet waren uns ja schon bestens bekannt und forderten keine neue Planung.

Angeltechnisch ist ja man von dem hohen Norden schon sehr verwöhnt und warum sollte es in diesem Jahr anders sein wie sonst.

Also ging es Pfingstmontag auf die 2800 km on Tour.  Bei traumhaftem Wetter  führte uns der Weg  durch die Pampa des Nordens. Man merkte schon, dass hier wohl noch vor kurzem der Winter seine Muskeln spielen ließ.

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Zugefrorene Seen und tief verschneite Berge,  Sonnenschein und 15 Grad …..was für ein Urlaub am Nordkap.

IMG_20170607_113554Nach zwei Tage Autofahrt erreichten wir unser Ziel.

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Der neue Betreuer  Tim,  erwartet uns schon. Nach dem Auspacken gab es erst mal die obligatorische Einweisung fürs Haus und Boot. Danach hieß es, endlich raus auf Meer.

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IMG-20170629-WA0034Ziel heute war eigentlich nur  kurz die Angelhörner abstoßen und für das Abendessen zu sorgen.

Für diese Gegen sollte das kein Problem sein. Es dauerte auch nicht lange bis die ersten Küchendorsche in die Kiste wanderten und somit unser Abendbrot gesichert war.

Dass es aber in dieser Woche noch ganz anders kommen soll, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Das Wetter die nächsten Tage war eigentlich perfekt. Wind und Welle hielt sich in Grenzen bloß die Windrichtung gefiel mir gar nicht.

 

Wie sagte Opa damals scho Junge…., Ostwind fischt nichtbiggrin

So sollte sich Opas Spruch auch die Woche bewahrheiten. Unsere Truppe gab wirklich alles und ich muss sagen, dass ich noch nie so viel in einer Woche geangelt habe, wie in diesem Jahr.

Egal….. Wir alle hatte wiedermal am Ende unseren Fisch gefangen wobei keine Ausreißen in  Größe und Gewicht dabei waren.

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Zu erwähnen ist noch, unser Gast Burki, hat endlich sein Heilbutt gefangen und das auch noch in einer schönen Größe.

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Doch auch wenn man denkt, dass die Woche nicht zu den erfolgreichen seiner Art gehört, waren wir alle zufrieden und die Fischbilder sagen alles.

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IMG_0813 IMG_0816Hier unser Bergfest und die beiden Butts die nicht wieder release wurden.

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Bergfest in alter Manier Grillen und viel lecker Fisch.

IMG-20170613-WA0001Lecker Fisch mit Bratkartoffeln

IMG-20170829-WA0012Gefangen wurden ingesamt  in der Woche 6 maßige Butt bis 34 Kg sowie viele der kleineren Sorte und einige Dorsche bis zu 20Kg, Steinbeißer,Leng und Lumb.

IMG-20170829-WA0020Jens mit Babybutt

IMG-20170829-WA0030Der letzte Tag vor der Abreise lag vor uns. Das Wetter ziemlich bähhhh, Wind, kalt aber trotzdem wollten wir das allerletzte Mal unser Glück versuchen. Geschützt hinter einer Insel versuchten wir noch ein paar Steinbeißer zu überlisten und das mit mäßigem Erfolg.

Nachmittag wurde das Wetter zusehends besser und sogar die Sonne ließ sich blicken. Die Wellen glätteten sich und auf einmal gab es Dorsch. Die Tiere standen hier wie gestapelt.

Jetzt konnten wir Havoysund mit guten Gewissen verabschieden.

Gegen 17 Uhr erklärte ich unsere Angelwoche für beendet und mit großen Murren und Knurren holten wir alle die Ruten ein.

Auf halber Höhe bekam ich nochmal ein gewaltigen Biss an der Rute. Hänger ????? nöö aber doch nicht im Mittelwasser dachte ich mir. Vielleicht ein großer Dorsch quer gehakt? Mit viel Kraft und kaum Gegenwehr kam das Ungewisse  nach oben. Das leichte Kopfnicken in der Rute kannte ich irgendwoher schon mal, als ich auch einen Butt in letzter Minute fing. Sollte ich wieder so ein Glück haben?

Und da kam er, was für ein Fisch und bäm, war er auch schon wieder weg. Die Rolle kreischte in den höchsten Tönen und die halbe Stunde kurbeln hatte sich in 2 Minuten in Luft aufgelöst.

Das Spiel wiederholte sich nochmal. Leider wieder ohne Gegenwehr. So konnte man den Burschen ja nicht Müde bekommen.

Klar war auf alle Fälle, dass der Fisch wieder schwimmen darf. Eine Landung ins Boot sollte aber erfolgen um ein paar Fotos zu schießen aber so weit kam es dann doch nicht.

Bei dem Versuch den Heilbutt zu landen gab das Tier nochmal alles und zeigte was für Kraft so ein Fisch hat und so verloren wir Ihn, bevor überhaupt jemand daran dachte, das auch mit Fotos zu dokumentieren.

Und so schwamm mein Personalbest Heilbutt vor unseren Augen in die Tiefen des Atlantiks.

Ein wenig frustriert war man schon, so ganz ohne Foto und so schätzen wir den Heilbutt  auf ca.170cm und ein Gewicht von 70 bis 80 Kilogramm.

 

Frustriert aber auch mit einem Lächeln im Gesicht  schipperten wir Richtung Hafen.  Die Tage hier in Havoy  waren wieder mal eine Reise wert und auch wenn wir noch weitere Ziele im Kopf haben, war es nicht das letzte Mal hier in Havoysund.

 

Am Ende möchte ich mich bei  Angelreisen Töpfer und sein Crew für problemlose Abwicklung der Reise bedanken und kann das auch nur weiter empfehlen.

Hier hat alles gepasst. Top gepflegte Boote und ein Unterkunft zum wohlfühlen.

IMG_0838IMG_0840und hier noch die Steganlage mit ausreichen Filetiermöglichkeiten

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mit besten Grüßen

www.team-nordkap.de

 

noch ein paar Impressionen:

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IMG_0859Der Kotelette schnitzer Thomas

IMG_0804und hier noch der kleene Robert

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Elgsnes Gard 2016

team nordkap banner               Elgsnes Gard 2016, ein Sternchen in Nordnorwegen

Auf diese Reise hatte ich mich sehr gefreut. Irgendwie hatte es mir die Halbinsel mit dem urigen Haus und der traumhaften Lage zum Angeln schon lange angetan. Ein Anruf beim Reiseveranstalter (DinTur) genügte: Wunschtermin gebucht, fertig. Wie immer bin ich mit dem Service sehr zufrieden.

Jetzt hieß es wieder, Seekarten studieren, Berichte lesen etc. Der Zielfisch in diesem Jahr sollte in erster Linie der Rotbarsch sein. Elgsnes bietet fantastisches Rotbarschangeln mit sehr kurzen Anfahrtswegen.

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Mit an Bord waren Stefan, Marco, Mathi, Heiko und die beiden Silberrücken Wilfried   biggrin und Dorschhorst. Leider musste unser Stammfahrer Jens die Reise aus privaten Gründen kurzfristig absagen und so waren wir nur noch zu siebent.

Am Montag, dem 30.5.2016, war es soweit. Gegen Mittag waren alle Sachen verstaut. Unser Fahrzeug startete in Richtung Kiel, um dort um 19 Uhr nach Göteborg abzulegen.

IMG_0660Unsere Wege nach Nordnorwegen wurden ja schon zigmal beschrieben. Deshalb möchte ich nicht näher darauf eingehen. Die Fahrt war unspektakulär. Wir erreichten nach ca. 1800 km Elgsnes.

Angekommen, wurden wir von dem Vermieter Tore Ruut freundlich begrüßt. Die Unterkunft war noch nicht hergerichtet und so konnten wir noch uns ein wenig ausruhen und schon mal eine dicke Ankunftszigarre paffen. Gegen 14 Uhr eröffnete Tore die heiligen Hallen. Hier merkte man sofort, dass der Besitzer mit Herzblut an seinem Häuschen hängt und es liebevoll pflegt. Der Eintritt erfolgte nur mit Hausschuhen, die er eigens dafür in ausreichender Menge zur Verfügung stellte. Beim Betreten fühlte man sich einige hundert Jahre zurück versetzt. Schiefe Balken, unterschiedliche Tür-und Raumhöhen gaben dem Haus einen besonderen Charme. Das ehrwürdige alte Gebäude von 1723 war einst das Hauptgebäude am Marktplatz und ab 1798 Gasthaus. Der Handel hörte im Jahr 1914 auf, danach wurde das Gebäude als Wohnhaus genutzt. Das Äußere des Hauses wurde in den 1990er Jahren renoviert; eine umfangreiche Innenrenovierung erfolgte im Jahr 2013.

IMG_0688Zum Haus gehört heute ein neu eingerichteter Filetierraum mit Trockenkammer und ausreichend Gefriermöglichkeiten. Der kleine Hafen bietet guten Schutz für die Boote. Auch dort ist ein überdachter Platz, um seine Fische zu verwerten. Die Boote sind sauber, gepflegt und die Motoren laufen sparsam und ruhig. In den Booten selber war ein kleines Gaff und ein Landungshaken für Butt vorhanden. Das Einzige, was ich als negativ empfand, war das Echolot mit Kartenplotter. Hier ist vielleicht noch Nachholbedarf. Wer mit dem Auto anreist, dem würde ich noch empfehlen, ein oder zwei Eimer mitnehmen, denn die waren dort Fehlanzeige.

IMG_0674                                                IMG_0675der kleine Hafen. Links noch eine möglichkeit sein Fang zu säubern.

IMG_0667                                               dort, im rechte Anbau befinden sich der Trockenraum, die Kühltruhen(3) und die Filitiertische

Das Haus hat Platz für 11 Personen, wobei allerdings 8 Personen ideal sind. Wir sieben hatten also genügend Platz. Jeder hatte sein eigenes Zimmer, und das finde ich einfach nur perfekt.

Weiterhin gibt es zwei Bäder mit insgesamt 3 Toiletten und somit Stau frei in jeder Lage vickNach ausführlicher Einweisung wurde erst mal das Gerödel, was man ja tonnenweise von zu Hause mitbringt, ausgepackt und verstaut. Es gab es eine kleine Stärkung und so stand der ersten Ausfahrt nichts mehr im Wege. Es wurden wie immer die ersten Hotspots in unmittelbarer Nähe abgeklopft, aber ohne nennenswerten Erfolg. Hier mal ein Dorsch, da ein kleiner Seelachs, aber die Fische waren so klein, dass sie nicht mal zum Essen lohnten. So brachen wir nach ein paar Stunden das Unterfangen ab. Nach mehr als 40 Stunden ohne Schlaf, holten wir uns erst mal eine ordentliche Portion davon.

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IMG_6693Am nächsten Morgen weckte uns die Sonne. Bei schönem, ruhigem Wetter sollten heute die ersten Erfolge eingeholt werden. Stellen wie „Medboen, Vesterboen oder Mefjorden“ wurden abgefischt, aber außer der Kinderstube an Dorschen und Köhlern war scheinbar nichts im Fjord. Eigentlich sollte es ja heute leckeren Fisch zum Essen geben, aber da machte uns Neptun einen Strich durch die Rechnung.

Bei einem Glas Hefe und Suppe wurde für den nächsten Tag der Masterplan erstellt. Meine Idee war, weiter in Richtung offenes Meer zu schippern um vielleicht dort erfolgreicher zu sein. Mit zwei vollen Tanks startete die Armada in den Andfjorden. Zwischendurch immer mal wieder halten und testen …nichts! Wo war nur der Fisch hin? Auf Höhe „Norsto, Sorsto standen schon zwei Boote einer anderen Angelanlage, aber auch die fischten anscheinend vergebens. Futterfisch gab es in Hülle und Fülle, aber kein großer Fisch, der Hunger hatte. Lumb gab es in Unmengen, da aber dieser Fisch nicht auf unserem Plan stand, galt er auch nicht als Erfolg, obwohl etliche Starke Burschen dabei waren.

Ja, was soll ich sagen, auch der zweite Tag blieb mit ein paar Ausnahmen erfolglos.

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Und in den nächsten 1½ Tagen kam das, was kommen musste: Starkwind mit über 13 m/s, sodass an eine Ausfahrt nicht mehr zu denken war. Alles nicht so schlimm, denn dafür gibt es Plan B und der lautet Bergfest: Grillen, Spaß, Skatspielen und Vernichten von geistigen Getränken.

IMG_0693                                               achtzehn,zwanzig,zwo,drei, vier. Hier die 3 Mauerbrüder unter sich

IMG_0700Am vierten Tag beruhigte sich das Wetter. Die Temperaturen sanken um ein paar Grad und die Bergkuppen wurden mit Schnee weiß bepudert. Wir beobachteten das zweite Boot die es wagten und testeten, ob eine Ausfahrt schon möglich war. Perfekt sagte ich und stand schon halb in den Stiefeln, als ein Anruf von Heiko kam. Butt, Butt, rief er und Stefan antwortete, ja klar doch, veralbern kann ich mich selber. So langsam kam aber der Verdacht auf, dass Heikos erster vernünftiger Butt wirklich im Boot lag. Also Kamera gegriffen und ab zum Hafen, denn das wollten wir natürlich auch bildlich fest halten. Am Hafen angekommen, legte das Boot an. Heiko stand mit noch zitternden Knien und einem Grinsen im Gesicht vor uns. Seine Freude hat man ihm angesehen. Ein Petri an den Fänger.

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IMG_6668Heute sollte es den Rotbarschen an den Kragen gehen. Das zweite Boot mit Wilfried und seiner Crew hatte mehr Glück und Ausdauer, und so legten sie einen Rotbarsch nach dem anderen auf die Planken. Tolle Fische mit 1 bis 2 kg kamen ans Tageslicht. Irgendwie hatte wir nicht so den Dreh raus und konzentrierten uns deshalb auf Dorsch und Co. Da wir noch über tiefem Wasser standen (250m), wurden noch schnell beim Speedpilken ein paar Köhler gedrillt, was immer wieder ein Heiden Spaß macht.

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Da die Zeit doch ziemlich eng wurde und wir ein wenig Fisch mit nach Hause nehmen wollten, suchten wir uns zwei kleine Unterwasserberge gegenüber der Hafenausfahrt aus. Und genau das war`s! Hier gab es endlich die lang ersehnten Fische in guter Größe und Stückzahl und jetzt passte auch das Wetter.

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IMG_0757Leider neigte sich die Woche dem Ende zu. Gern wären wir noch ein paar Tage in Elgsnes geblieben, aber wie bei jedem Trip  hieß es Abschied nehmen. Das Wetter verschlechterte sich zunehmend und der nächste Sturm lies nicht länger auf sich warten. Die letzte Nacht vor unserer Abfahrt hatte es in sich. Bei diesem Wind hatte man das Gefühl, dass das Haus abhebt.

IMG_0709IMG_0748IMG_0744Am nächsten Morgen hieß es einpacken, was sich bei diesem Wetter sehr schwierig gestaltete. Damit die Sachen beim Verstauen nicht nass wurden und die Türen wegen des Windes aus der Zarge gerissen wurden, mussten wir alles einzeln verstauen. Damit immer: Tür auf…..Tür zu… Tür auf…..Tür zu… Naja egal, auch das hatten wir geschafft.

IMG_0747Nach gründlicher Inspektion durch den Vermieter ging es auf stürmische Rückreise. Auf der schwedischen Hochebene lag Neuschnee. Bei 2 Grad waren die Straßen sehr schmierig. Zum Glück hatten wir Allwetterreifen drauf. Entlang der E45 gab es viele Baustellen und Schotterpisten und vor allem sehr viele auf die Straße gestürzte Bäume. Zum Glück hatten die Trucker schon viele Bäumchen einfach breit gefahren, sodass wir ohne auf ein Räumkommando warten zu müssen unsere Fahrt bis Trelleborg fortsetzen konnten.

Als Schlusswort nur so viel: Es war mal wieder eine Freude, mit Freunden einen schönen Angelurlaub in einer fast perfekten Anlage zu erleben. Unsere nächste Tour ist ja schon seit über einem Jahr geplant. Wir werden zum dritten Mal nach Havoysund reisen und berichten natürlich auch 2017 gern wieder.

Hier noch ein paar Impressionen:

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Hier noch ein paar Nachlassenschaften unser Väter und Großväter

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Rolvsoya

Rolvsøya 2015    team nordkap bannerVom Winde verweht…

aber nicht mit Scarlett O’Hara, sondern bei Daniela und Kay auf Rolvsoya

Endlich ist es wieder soweit. Der Norden ruft und 15 Verrückte suchen erneut das große Abenteuer im hohen Norden. Zwar bekannt, aber von uns noch nicht besucht, war die Anlage auf Rolvsoya.
Da man ja 15 Mann alle unter einen Hut bekommen muss, hieß es „der frühe Vogel fängt den Wurm“… und so startete ich die Planung und Buchung weit im Voraus.
Das Warten hat am 31. Mai dann endlich ein Ende. Da wir spätestens um 9 Uhr in der Früh´ in Havoysund sein müssen (Fähre), wähle ich eine Strecke, die wir so noch nicht gefahren sind. Aber sie wurde mir empfohlen.
Gegen 23.30 Uhr fahren unsere vollbeladenen Sprinter von Zeesen in Richtung Fehmarn, um dort um 5.15 Uhr nach Rodby überzusetzen.

IMG_20150823_121549                                                                                                            unser Heimatort im schönen Landkreis Dahme-Spreewald

IMG_9849Von da aus geht es weiter über die Öresundbrücke und dann die E4 bis nach Stockholm.In Stockholm hat uns unsere Uschi versehentlich in den Stadtkern geführt. „Uschi“ ist der Name unseres Navi, das wir seit 2003 benutzen. Von ihr wollten wir uns nach jeder Tour scheiden lassen, denn irgendwie hat das Teil ein Eigenleben, und ihre Fahrrouten sind schon manchmal unter aller Sau. Egal, so können wir uns Stockholm näher ansehen und auch zufällig die Vorbereitungen zur königlichen Hochzeit von Prinzessin Sofia und Prinz Carl Philip anschauen.
Um 18 Uhr sind wir dann am Fährhafen (http://www.tallinksilja.de/vartahamnen).

DSC_0051                                                                                        Fähre von Stockholm nach Turku/ Finnland

DSC_0057Jetzt schnell auf die Fähre, lecker essen, ein, zwei Bierchen trinken und ab in die Koje. Pünktlich um 7.00 Uhr legt die Fähre in Turku an. Jetzt sind´s noch schlappe 1500 km, dann sind wir am Ziel.
Havoysund begrüßt uns morgens mit Sonnenschein und Wind. Seit Mai verkehrt jetzt eine größere Fähre zur Insel, sodass man eigentlich immer mit den PKW übersetzen kann. 12 kleine Fahrzeuge sollen Platz auf der Fähre haben.

DSC_0119                                                                                         am Fähranleger von Hayosund

DSC_0122                                                                                     dieses Boot hatte wohl auch schon bessere Zeiten gesehen

DSC_0128                                                            Horst besorgt am Fähranleger von Havoy schon mal Köderfische. Die schwammen hier in Massen

IMG_9879IMG_9875Am Hafen von Rolvsoya erwartet uns Daniela bereits, um uns in Richtung unseres Quartiers zu begleiten. Dort angekommen werden wir nun auch von Kai begrüßt, und hier merkte man schon die Herzlichkeit unserer beiden Gastgeber. Der erste Eindruck von Haus und Boot sind „Wow!“. Hier stimmt alles. Somit steht uns eine geile Woche bevor, … wenn bloß nicht der Wind wäre!

DSC_0153 DSC_0159 DSC_0160 IMG_20150602_114002                                                                                     unsere Bootsflotte

Da alle heiß auf die erste Ausfahrt sind, gibt´s zeitnah eine Einweisung von Haus, Boot und Ausfahrt in Richtung offenes Meer. Gegen 16 Uhr startet die Armada zur ersten Erkundungstour, um dem Meer erst mal was zum Abendbrot zu entlocken. Unsere vier Boote verstreuen sich in alle Himmelsrichtungen, um ihr Glück zu versuchen. Unser Boot sucht erstmals die 100 m-Kante vor der Insel ab. Lange dauert es nicht, und die Ruten biegen sich im Halbkreis. Gefangen werden an diesem Tag viele Dorsche, die gut und gern an der 10 kg-Marke kratzen. Die Dünung ist mächtig und bringt uns nach einiger Zeit ganz schön an unsere Grenzen. Schließlich haben wir seit 40 Stunden nicht mehr geschlafen. So gegen 4 Uhr morgens endet unsere erste Tour. Die Fischkisten sind gefüllt mit Dorsch, Steinbeißer und Köhler – Anglerherz, was willst du mehr!?

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IMG_20150603_124146                                                                                      das war die Standartgröße an einen Hotspot

Unser viertes Boot mit den Neulingen im Team schlägt gleich mal richtig zu. Viele gute Dorsche und den ersten Heilbutt kann die Truppe um Robert, Thomas, Wolfgang und Bernd vorweisen.

DSC_0192                                                                                     Wolfgang und sein erster maßiger Butt auf Rolvsoya

DSC_0199                                                                                     und hier unser kleiner Robert mit einen strammen Dorsch

Ja, wenn da bloß nicht der Wind wäre …
Der wird uns die nächsten Tage komplett die Suppe versalzen. Ausfahrten sind nicht möglich. Und was machen 15 Angelhungrige, die einen so weiten Weg auf sich genommen haben, um hier vielleicht den Fisch ihres Lebens zu fangen? „Kulturprogramm“ heißt das Zauberwort: essen, trinken, schlafen oder schlafen, trinken, essen. Nach drei Tagen findet auch Kay nicht mehr die richtigen Worte um uns aufzumuntern.

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Zum Glück haben wir uns im Vorfeld erkundigt, welche Möglichkeiten wir bei solchem Wind noch haben. So packte fast jeder zusätzlich eine Spinnrute ein, um im Notfall an den dortigen Seen nach Saibling zu fischen.

IMG_20150604_095514Das tun wir dann auch … mit mäßigem Erfolg. Die Würfe gegen den Wind sind nämlich wie ein Bumerang und quer geht´s auch nicht. Mit dem Wind wird´s zwar weitentechnisch rekordverdächtig, doch wenn 15 Mann auf einer Stellen stehen, ist Häkelarbeit angesagt.

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IMG_9981                                                                                        das sind die Seen mit dem Sailingbestand

IMG_9923Trotz allem wurde der eine oder andere Saibling gefangen, und dann gab es Saibling in Salzkruste á la Jens.                                                                                      

IMG_9989                                                                                        unser Quartier von oben

DSC_0160Dann aber verspricht der Wetterbericht schon für die Nacht ruhiges Wetter, und Kay lässt sich nicht lumpen und führt uns zu den Rotbarschen. Der Wecker klingelt morgens um 4 Uhr. Der Tuffjord liegt wie ein Brett, und noch dazu ist Sonnenschein. Voll motiviert startet die Armada der Sonne entgegen.

IMG_9997 IMG_9999                                                                                        Heiko,Jens,Micha und unser Guide Kai am Rotbarsch Hotspot

IMG_0004 IMG_0005                                                                                        die ersten kleineren Exemplare.  Der Anfang war getan

Angekommen, geht es erst mal 250 m in die Tiefe. Es soll auch nicht lange dauern, bis die ersten roten Riesen am Haken hingen. Dennoch, beißfreudig waren die Kumpels nicht gerade. Dafür aber gab es von unserem Robert gleich mal einen Anlagenrekord: 5,7 kg! Was für ein Teil!

IMG-20150612-WA0002Nach drei Stunden brechen wir das Unternehmen „Rotbarsch“ ab, denn unsere Kisten sind ja noch so gut wie leer, und da muss noch viel gearbeitet werden. Dank der guten Tipps von Kay ist das auch kein Problem. Konnten wir bestimmte Stellen anfahren (wenn da bloß nicht die Dünnung wäre), gab es Dorsch in beachtlicher Größe und Stückzahl. Auch immerwieder Heilbutt`s gab es als Beifang. Es waren zwar nicht die Riesen aber dafür das wir aus Zeitmangel nicht geziehl auf Butt angelten, konnte sich die Anzahl sehen lassen.

IMG_0021 IMG_0017                                                                                        das war Micha und sein Butt bei der letzten Ausfahrt

IMG_9915                                                                                         na Stefan , war der wirklich so schwer ?biggrin

IMG_9906                                                                                        Inselerkundung

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IMG_9973         IMG_9980                                                                                        Leider sind die Wetterprognosen für den letzten Tag wieder nicht so prickelnd.

IMG_9865                                                                                         eine kleine Lücke Schönwetter tut sich am Himmel auf

 

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IMG-20150611-WA0014 DSC_0209 DSC_0282 DSC_0348 DSC_0236 DSC_0146                                                                                         Bootsflotte von Patrick Töpfer in Havoysund

 

IMG_20150604_231556Doch der liebe Gott hat ein Nachsehen und beschert uns wenigstens ein paar Stunden auf dem Meer.

Insgesamt kann man sagen, dass es ein Angelrevier ist, das seinesgleichen sucht. Wenn da nicht der Wind ist …, dann kann man hier oben fischen bis der Arzt kommt und Traumfische auf Ansage fangen. Das ist dem einen oder anderen von uns ja auch gelungen.

Ja, es war schön hier. Für das Wetter kann keiner was. Deshalb war es doch im Ganzen ein schöner Urlaub mit Freunden unter Freunden.

Vielen lieben Dank an Daniela und Kai für Ihre liebe nette Art und  super Betreuung.

Liebe Grüße euer

40043www.team-nordkap.de

Lauksletta 2014

 Hamnnes/Laukoy 2014

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Wie schnell doch die Zeit vergeht…

Man schwärmt noch von der letzten Reise 2013 und Schwupps, da beginnt schon die neue Tour nach Nord-Norwegen 2014.

Da wir in diesem Jahr nur eine kleine Truppe von 7 Mann waren, der sogenannte harte Kern, waren die Planung und die Vorbereitung sehr überschaubar.

An Bord waren diesmal: Wilfried, Ulle, Heiko, Stefan, Jens, Michel und meine Wenigkeit.

Schnell wurde wieder ein neues Ziel gefunden. Arnøya und Laukoy – allein die Namen der Inseln ließen unsere Anglerherzen höher schlagen und erinnerten uns an eine grandiose Natur und an Hamneidet im Jahr 2007. Unser Ziel stand also fest: Hamnnes auf der Insel Laukoy. Die perfekte Ausgangslage um erfolgreich unserem gemeinsamen Hobby nachzugehen. Zur Insel Laukoy gibt es an sich nicht viel zu sagen. Nur getrennt durch den Lauksund schmiegt sie sich an die größere Insel Arnøya an. Auf der Insel haben im Winter noch 15 Personen ihren festen Wohnsitz, und nach Aussage unseres Vermieters wird sie wohl in 10 bis 15 Jahre kaum mehr bewohnt sein.

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Über die Fahrten ins Paradies haben wir ja schon oft geschrieben; hier kann ich mich eigentlich nur wiederholen.

Die Fahrt begann am Donnerstag, dem 05.06.2014, in Richtung Kiel. Am Fährhafen wurden wir von unserem Micha verabschiedet. Micha arbeitet seit 3 Monaten in Kiel und wäre natürlich auch gern wieder dabei gewesen. Aber manchmal geht Arbeit vor Vergnügen, und auch wenn es ihm sichtbar schwer fiel, musste er leider zu Hause bleiben.

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Pünktlich legte die Fähre ab und der Urlaub konnte beginnen. Am nächsten Morgen empfing uns Göteborg. Wir setzten den Fuß aufs Gaspedal und fuhren die nächsten 1900 km durch Schwedens und Finnlands Landschaft.

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Das Wetter war mal wieder Bombe.

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Da macht man doch schon mal gern eine Pause oder ?

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Die Rens sind echt aber zum Glück das Bild darunter nicht.

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Am Samstag war es dann soweit: Wir standen vor der Fähre, die pünktlich um 13.30 Uhr auf die Insel übersetzte. Jetzt war es nur noch ein Katzensprung.

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Und auf geht die Schnute

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Das Quartier erkannte man schon von weiten – ein altes, restauriertes und sehr schönes Haus, was uns die nächsten 7 Tage ein Dach über dem Kopf gab. Unser Vermieter, der 65- jährige Kare Angel, begrüßte uns freundlich. Schnell waren die Klamotten ausgeladen und nach Einweisung  das Quartier bezogen.

Das Haus ist für 10 Personen ausgelegt. Es gibt einen großen Wohn- und Essbereich, 2 Bäder, wobei das untere auch als Trockenraum genutzt werden kann. Weiterhin gibt es 5 Schlafzimmer für je zwei Personen.

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Die zum Haus gehörenden Boote waren gepflegt und liefen die Woche ohne Probleme.

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Kare sorgte zu jeder Tageszeit dafür, dass wir genügend Benzin an Bord hatten. Sein Service war beispielhaft.

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Hier die Steganlage mit Schlachplatz. (Leider ein wenig einfach gehalten und bei schlechtem Wetter kein Vergnügen hier Fische zu säubern)

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Nun zum Angelgebiet selbst:

Der Lauksund hat eine Nord-Süd-Achse. Eigentlich besteht die Möglichkeit, bei jedem Wetter seinem Hobby nachzugehen.  Mit der Ausfahrt in Richtung Norden eröffnet sich das offene Meer. Hier ist der Eingang des Kvænangenfjord. Der südliche Ausgang führt in Richtung Lyngenfjord und Kvænangenfjord.

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Der Kvænangenfjord ist übersäet mit Unterwasserbergen und riesigen Plateaus.  Genau hier standen auch die großen Dorsche. (dachten wir)

Der Kvænangenfjord ist übersät mit Unterwasserbergen und riesigen Plateaus. Genau hier standen auch die großen Dorsche. (Das dachten wir.)Der Sund war unsere Schlechtwettervariante, obwohl man diesen nicht unterschätzen sollte. Hier treiben nicht nur Dorsche und Steinbeißer ihr Unwesen, nein auch der Bestand von Heilbutts ist nicht zu unterschätzen. Diese Vermutung bestätigte auch unser Vermieter.

Den südlichen Ausgang hatten wir in unserer Woche nicht getestet, da die Richtung zum Lyngenfjord  uns ja schon von unseren vorigen Touren bekannt war.

Nachdem die Klamotten ausgepackt wurden, gab es erst mal nur eine kleine Stärkung. Eines war uns ja klar, wir wollten unbedingt heute noch eine Pfanne lecker gebrutzelten Fischs essen.

Schnell wurden ein paar Ruten montiert und ab ging die Jagd nach etwas Essbaren. Auch wenn’s in Sund nicht einfach war, ging der ein oder andere Fisch in unsere Kisten. Oha, dachten wir uns, in 4 Stunden mit 2 Booten wurde gerade mal so viel gefangen, dass wir alle satt wurden. (Beim Schreiben läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen.

Der frische Fang wurde mundgerecht zerlegt und die Küche wurde jetzt zum Gourmettempel.

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Bei ein gläschen Rotwein ließen wir den Tag ( oder Nacht ?) gemütlich ausklingen.

Nach einem erholsamen Schlaf strahlte uns die Sonne ins Gesicht. Ein perfekter Start um heute eine Testfahrt zum Sundausgang zu unternehmen.

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Zuvor luden wir das komplette Equipment auf die Boote. Aufmunitioniert ging es raus. Unseren ersten Stopp legten wir am nördlichen Ausgang des Lauksundes ein. Hier erhofften wir uns Dorsch oder Steinbeißer zu fangen. Doch alle Mühen halfen nichts. Der Fisch hatte entweder keinen Hunger oder aber es war keiner hier.

Stellungswechsel. Beide Boote ließen sich jetzt über etwas tieferes Wasser treiben, was dann zu den ersten Dorschen führte. Keine Riesen, aber immerhin schon mal etwas zum Spaß haben.

So vergingen die Stunden. Als letzten Versuch ging es auf Nikkebyskallen, das Plateau mit angeblicher Fanggarantie. Wieder ließen wir uns von 120 m auf 50 m treiben. Doch außer dem allgegenwärtigen Lumb gab es hier nichts zu holen. Oder vielleicht doch?

Zweiter Versuch: Pilker ab, Gummifisch ran und die gleiche Drift nochmals versuchen. Jetzt wurden die verschiedenen Wassertiefen abgefischt und siehe da – Rute krumm. Das war er, der erste bessere Dorsch! Nach fünf Minuten hielt ich den ersten fotogenen Fisch in den Händen. Die 17 kg waren doch schon mal ´ne Hausnummer. Doch leider, trotz aller Bemühungen, sollte er an diesem Tag der letzte Mohikaner dieser Größe sein.

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Das war zwar nicht der Dorschkiller aber  immerhin machte es unheilmlich Spaß mit leichtem Geschirr die Dorsche zu ärgern.

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Der zweite Tag verlief ähnlich wie der erste. Beide Boote suchten den Fisch, aber nur vereinzelt gab es ihn in Schwärmen von mehreren Tieren. Auffällig war zum einem, dass kaum Futterfisch bzw. kleine Fische vorhanden waren und dass das Wasser irgendwie eine leicht trübe Färbung hatte. Wir nahmen an, dass es am vermehrten Schmelzwasser lag, und außerdem hatte ich mal was von Blaualgen gelesen. Genau das Problem hatte auch eine bekannte Truppe im vorigen Jahr bei Koppangen (Lyngenfjord). In der Zeit gab es so gut wie keinen Fisch.

Alle Dorsche, die wir nicht wieder zurück setzten, hatten nur eine Fischsorte als Futter im Magen. Allesamt fraßen nur Rotbarsche. Das unterstützte meine These, dass es im Moment keinen Futterfisch gab. Die einzige Fischart, überall und in Unmengen präsent, war Lumb. Mir persönlich schmeckt der Fisch. Und zum Glück war er so gut wie nicht mit Nematoden verseucht.

So langsam musste der Masterplan her. Wir entschieden uns in Richtung des offenen Meeres zu fahren, wenn das Wetter es zulässt. Wir steuerten jetzt gezielt die Richtungen Arnoybaen, Eirskallen und Steinskallen an.

Dies sollte dann auch die richtige Entscheidung gewesen sein. Die Dorsche wurden Zunehmens größer und jeder brachte jetzt seine Fische mit nach Hause.

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Man hatte das Gefühl, dass der Fisch langsam Richtung Fjord zog. Die Dorsche wurden zunehmend größer. Die letzten Tage gab es regelmäßig gute Dorsche bis 18 kg. Alle fingen gut und jeder brachte letztlich seine Fische mit nach Hause. Als dann noch unser Boot 2 (von Wilfried, Jens und Heiko) auf Amundsbaen die richtigen Kracher-Dorsche fand, wurden die letzten Tage echt gerettet.

Hier gab es dann auch den ersten 10 kg Butt von Jens.

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Ulle – unser gekrönter Heilbuttkönig vom Havoysund 2013 – schlug natürlich gleich zurück und legte nochmal 3 kg dazu.

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Ja, und icke? Sollte ich diesmal ohne Zielfisch bleiben? Nun gut, ein paar Tage waren es ja noch. Am nächsten Tag hieß es wieder: Benzin verbrennen und raus aufs offene Meer. Genau da hin, wo der Fisch wohnt. Ziel war wieder Amundsbaen. Hier gab es wieder reichlich Dorsch in guten Größen.

Auch wenn am Ende eines Angeltages die Benzintanks leer waren, erlebten wir Nordnorwegen in voller Pracht und unvergesslichen Schönheit.

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Leider mussten wir nach 5 Stunden das Angeln abbrechen, da Neptun das Meer doch sehr in Bewegung hielt und uns eine Heimfahrt ja auch noch bevorstand. Also hieß es einpacken, anschnallen und ohne Butt Richtung Hafen. Irgendwo zwischen Horizont und Ziel zeigte unser Plotter einen kleinen unscheinbaren Berg unter Wasser an. Eine Drift noch, sagten wir uns, und dann ist wirklich Schluss für heute. Gesagt, getan. Pilker und Gummis runter. Und bei wem auf unserem Boot war als Erster die Rute krumm? Bei Ulle! Der gekrönte Heilbuttkönig hatte natürlich wieder den ersten Bettvorleger dran. Kein Riese, aber eben doch ein Zielfisch. Nachdem wir den Butt fachmännisch versorgt hatten, legten wir nochmals eine Drift an. Und rums, diesmal hatte Stefan mit ´nem Heilbutt Kontakt aufgenommen. Leider ging er irgendwie verloren. Keine Minute später – das  gleich Spiel an meinem Knüppel. Der Angriff erfolgte mehrmals zaghaft im Mittelwasser, und als er das dritte Mal meinem Gummi anleckte, hing er. Auch ich sollte nicht von Erfolg gekrönt sein. Nach mehrmaligen Versuchen gelang ihm leider, leider die Flucht. Wir nennen diesen namenlosen Unterwasserberg, der uns kein Glück bescherte, seit heute „Mount Halibutt“.

Nachdem wir uns ausgiebig über unsere „Pleite“ geärgert hatten, setzten wir zum Gleiten in Richtung Unterkunft an.

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 So vergingen die Tage wiedermal wie im Fluge. Man nahm sich viel vor doch wie immer ist eine Woche viel, viel zu kurz aber wie heißt ein Sprichwort:

Nach dem Angeln ist auch vor dem Angeln.

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Stefan ein wenig nachdenklich denn der Abschied rückt immer näher. Ob er wohl von den schönen Dorschen träumt.biggrin

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Der letzte Tag stand ganz im Zeichen „vom Winde verweht“. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite: viel kalter Wind von vorn und reichlich Nässe von oben. Was machen? Da heute unser letzter Tag war und durchaus noch ein Plätzchen in der Filetkiste frei war, entschieden wir den Sund noch einmal zu testen.

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Wir ließen uns über 20-30 m tiefen Wasser treiben und konnten doch noch den ein oder anderen Steinbeißer zum Anbiss überreden

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Die Zeit verging und wir entschieden uns, noch einmal die Stellung zu wechseln. Eine halbe Stunde noch, so unser Gedanke, dann sollte wirklich Schluss sein.

Irgendwie wollte aber keiner Feierabend machen. Immer wieder sagte einer der Besatzung: Los! Noch ein Wurf! und ein anderer: Na gut. überredet!  Wird setzten das Boot noch einmal um. Mein Blick ging noch mal zum Echolot: gähnende Leere, außer …?! Da waren doch plötzlich mehrere Anzeigen im Mittelwasser. Langsam kurbelte ich mein Royberjig in Richtung Wasseroberfläche.

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Das war der Dorschkiller schlechthin, in  Schlüpferrosa der Renner.

Plötzlich! Ein kleines Zupf, Zupf und dann verneigte sich die Rute zu einem Halbkreis. Was war das, Rute krumm, aber nimmt keine Schnur? Nachdem der Fisch eine kleine Denkpause eingelegt hatte, zog er gemächlich weiter. Erst jetzt merkte ich, es war ein Butt! Auch kein Riese, aber mein Abschiedsfisch. So hatte ich doch noch in allerletzter Minute meinen Zielfisch gefangen.

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An der Stelle hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen. Es wurde wurde gegrillt, gefachsimpelt und Pläne für unsere nächsten Touren geplant. So ging es dann mit einem weinenden Auge am 14.06.2014 in Richtung Heimat.

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An dieser Stelle möchte ich mich an dieser Stelle nochmal an die Firma Dintur für die gute Betreuung und die guten Tips bedanken. Wer dieses Reiseziel auch in betracht zieht, dem kann ich Hamnnes nur wärmstens empfehlen.  Haus und Betreuung sowie die Lage sind einfach perfekt.

Hier auch noch mal ein Link mir der Webcam am Haus.

http://de.webcams.travel/webcam/1315491532-Wetter-Brattvoll%2C-Lauk%C3%B8ya-Hamnnes

 

Euer team-nordkap   4004340043

 

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Havoysund 2013

                                            Havoysund, 71 Grad Tour die zweite.image

Hallo Angel – und Naturliebhaber. Mit diesem kleinen Bericht möchte wir euch in Bild und Schrift an unserer Reise nach Havoysund ( Nordkap) teilhaben lassen.

Endlich war es wieder soweit. Der hohe Norden mit seiner faszinierenden und kargen Landschaft hatte uns nach 2011 wieder.CIMG3146E6 zwischen Alta und Nordkap

Wir, das waren 13 Angelbegeisterte die sich Jahr für Jahr treffen und das Abenteuer Norwegen immer wieder neu erleben. Nach der Blamage von 2011 mit den Häusern und Booten fuhren wir diesmal mit gemischten Gefühlen in den hohen Norden.   Was wird uns dort ober diesmal erwarten ? Am Donnerstag den 06.06.2013 wurden die Autos beladen und wie in jedem Jahr war es wiedermal eindeutig zu viel Krempel was „Mann“ so mitnahm. Aber gut, da wir ja nicht alle mit dem Flieger unterwegs waren, möchte man auch auf nichts verzichten. IMG_3471Gruppenfoto ohne Jens ,Heiko und Marco
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Gesagt, getan und die Autos waren in Windeseile beladen. Unsere Fähre sollte um 23:00 Uhr von Rostock nach Trelleborg ablegen, was sie natürlich auch tat. Morgens um 6:00 Uhr begrüßte uns Schweden bei strahlendem Sonnenschein. Ich legte die -ABBA -CD in den Player und der Tross setzte sich erst mal Richtung Stockholm in Bewegung. Von Stockholm ging es dann immer entlang der E4 in Richtung Umea, Lulea dann über die finnische Grenze entlang der 93. Denn Polarkreis überquerten wir so gegen 5.00 Uhr morgens. Am Jockfall machten wir unser obligatorische Fotopause.
(Wasser läuft immer noch :-). IMG_3490
Bis hierhin hatte wir schon mal gut über die Hälfte der Fahrt geschafft. (Auf der Bank kann man schon mal eine weile Träumen oder ?)IMG_2413
Was auffiel,Finnland war in diesem Jahr besonders grün. Durch die langanhaltende zeitige Wärme die  in diesem Jahr hier oben herrschte, ist die Vegetation schon einige Wochen im Voraus. An Pausen war aber hier oben außerhalb des Autos nicht zu denken. Millionen von kleinen Blutsaugern überfielen alles was Hände und Beine hatte und so konnten wir nur unter Vollschutz  in Finnland unsere Autos an einer Tankstelle betanken. Der ein oder andere Stopp war aber trotz allem nötig, allein wie oben rechts auf dem Bild zu sehen, die Kaffeepreise waren. Kaffee und ein Donuts für 50 cent. Spitze und geschmeckt hat er auch noch.IMG_2417
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Weiter  ging die Fahrt über Karesuando in Richtung Alta. In Alta holten wir den Rest der Crew, Jens, Heiko und Marco ab. Die letzten 200 km zogen sich wie ein Kaugummi hin. Auch hier merkte man, dass es die Wochen vorher hier sehr warm gewesen sein muss. Da wo sonst noch Schnee und Eis die Landschaft überzog war jetzt sattes Grün.

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Unter dem Gesang von Udo Lindenbergs Titel“ Ich mach mein Ding“ (wo alle im Auto kräftig mit sangen), trafen wir am Samstag gegen 16 Uhr in Havoy ein. Die Stimmung war auf ihren Höhepunkt. Wir hatte es geschafft.IMG_3526
Langsam schraubten wir unsere müden Knochen aus unsere Vehikels. Nun die Frage die uns allen im Kopf rumgeisterte, wer wird uns hier im Empfang nehmen und wie wird sich gegenüber 2011 das Umfeld verbessert haben. Ich erwartete eigentlich ein Guide namens „Rudi“ stattdessen begrüßten uns zwei unbekannte Gesichter. Freundlich stellten sich die beiden vor. Hallo, ich bin der Patrick Töpfer und das ist mein Mitarbeiter Torben Simmerling. Ich antwortete mit verhaltener Stimme, Hallo ich bin Andreas und das ist das Team-Nordkap.
Nach kurzem Talk stellte sich raus, dass Patrick, der neue Besitzer dieser Anlage ist. Super dachte ich, diesmal haben wir endlich einen Ansprechpartner vor Ort.  Im Anschluss gab es noch eine ausführliche Einweisung zu den Booten. Nach Betrachtung der Boote und Häuser muss ich sagen, dass sich beide um die Sauberkeit und Ordnung viel Mühe gegeben haben. CIMG3159Bei den von uns gemieteten Booten hatte alle gestimmt. Sauberkeit, Technik und Sicherheit waren hier an Bord. CIMG3214
Puh, jetzt wo alles perfekt war, viel mir ein Stein von Herzen. Wir hatten ja zwei Leute mit im Schlepptau die Nordnorwegen noch nie gesehen hatten und ich sie eigentlich mehr oder weniger zu dieser Fahrt überredete. ( wenn man ehrlich ist, gehört auch nicht viel dazu ) Nun stand einer entspannten und hoffentlich erfolgreichen Angelwoche nichts mehr im Wege. P1050577

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Wir bezogen unsere Quartier und wer glaub das wir jetzt tot Müde ins Bett fallen, denkste Puppe, wir wollten es noch wissen.  Schnell wurden die Boote bestückt und unsere bekannten Fängerstellen von 2011 angesteuert. Wir stellten aber nach kurzer Zeit fest, ergiebig sieht anders aus. Trotz allem fingen wir  die ersten schönen Dorsche sowie einige Steinbeißer und super Schellfische. Die erste  Fischmalzeit war somit gesichert so das wir dann nach 5 Stunden zufrieden aber doch ein „wenig“ müde Richtung Unterkunft fuhren.
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Heute war Sonntag. Das Wetter wurde schlechter, die Temperaturen  gingen von 13 Grad auf 6 Grad zurück. Der Wind hielt sich in Grenzen und so konnten wir die ersten heißen Stellen rund um Havoy ansteuern.
Unser Ulle der das erste Mal in Norwegen angelte, war begeistert. Mensch Andreas, das ist ja geil hier. Ja Ulle sagte ich, jetzt weißt du warum es uns Jahr für Jahr hier in den Norden zieht. Was wir natürlich noch nicht wussten, dass dieser Ulle noch hier einige Dinger aus den Teich „reißen“ wird, wo manch Angler von träumt.

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 Wir drifteten am sognannte deutsche Eck und fingen schöne Dorsche der 10 bis 15 Pfd Klasse. Als bei Ulle mal wieder ein Babydorsch am Pilker hing wurde dieser gemächlich, ganz in seiner ruhigen Art nach oben gekurbelt. Irgendwo im Mittelwasser verneigte sich die Rute schlagartig nach unten. Die Schnur wurde von der Rolle gerissen und mit seinen Riesen Augen sah er mich hilflos an. Wat soll  dat denn, sagt er. Ne oder ? Ich sagte, doch mein lieber, das ist halt ein Fisch der etwas größer ist als deine Plötzen und Plieten im Vereinssee.

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Schnell wurde mir aber klar: Das ist ein Butt. Wir ließen uns das aber noch nicht anmerken und angelten mit einen grinsenden Gesicht weiter. Nach etlichen Fluchten und gefühlten  30 min war   „klein“ Ulle schon fix und fertig. Der Fisch zeigte sich in Kampfkraft und Ausdauer von seiner allerbesten Seite. Supi, dachte ich und „Anfängerglück“, grummelte aus einer anderen Ecke. Dann kam doch der Moment in dem wir eingriffen. Die Landung des ersten guten Butts wollte wir dann doch nicht den zufall und den völlig erschöpften Ulle überlassen.
Schnaufend setzte er sich auf die Bank und zündete sich erst mal ne Fluppe an. Oh Gott, wenn das so weiter gegangen wäre hätte ich die Schnur gekappt. Das waren seine ersten Worte.

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Natürlich wurde dieser Fisch wurde in der Unterkunft erst mal mit ein wenig Medizin begossen.
In den nächsten Tagen sollte das Wetter nicht viel besser werden. Alle Stellen die weiter weg waren z.B. rund um Hjelmsoya, Masoya (nordl.) waren durch die sehr hohe Dünung nur schwer zu erreichen und deshalb entschlossen wir uns auf diese Touren zu verzichten.Außer dass wir die Rotbarschstellen nicht anfahren konnten gab es rund um Havoy genug Fisch in guter und großer Stückzahl.

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So konnte unser Team sehr gute Dorsche bis 45 Pfd landen. Auch die Anzahl der Heilbutts konnte sich sehen lassen. Insgesamt konnten 12 Butt durch uns gelandet werden. Natürlich durften die meisten wieder Schwimmen.

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Natürlich gab es auch kleine Fische.

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Unser Horst mit Doppelschlag vickP1050567
Da macht aber unser Wilfried schon dicke Backen

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und auch unser Mathi ließ sich nicht lumpen. Eigendlich hatte er ja noch hier oben eine Rechnung mit dem verlorenden großen Heilbutt von 2011 offen. Tja, der wollte aber nicht so wie unser Mathi das sich vorgenommen hatte.

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Am letzten Tag gab es noch mal ein kleines Schmankerl. Ulle, der gekrönte Heilbuttjäger schlug noch mal richtig zu. Nachts um 2 Uhr beim hochkurbel gab es auf einmal ein Knall in seiner Rute. In einen Affenzahn und mit gewaltiger Kraft zog sein Gegener die Schnur von der Rolle. Vorsorglich wickelten wir unsere Ruten ein und schufen erst mal Platz im Kahn denn so wie der abging konnte es nur wat großet sein.
Nach 45 min. hartem Drill kam er an die Oberfläche. Er, der Butt von dem ich immer schon geträumt habe. Kein Überriese aber trotzdem mit Traummaßen für jeden Angler. Auweia, bei einer Länge von 163cm und einen Gewicht von 53,5 Kg hatte uns der Norwegenneuling die Messlatte für die nächsten Jahre ganz schön hochgelegt.

Wir Arbeiten daran,versprochen

Hier sieht Ulle nach dem Drill aus, als ob er gerade einen Halbmarathon hinter sich hat. ;-)))))

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Nach dem Fang hatte sich unser  Neuling einen schweren Virus eingefangen. Der gemeine „Norwegenvirus“ hat nun auch ihn erwischt. Na herzlichen Glückwunsch dazu.
Dieser Fisch wurde ausnahmsweise dem Wasser nicht mehr zurückgeführt. Wir hatte gerade für diesen einen Moment  noch ein Plätzchen in den Kisten gelassen. Aller Fisch der zu viel war, wurde in Havoysund an eine Stiftung abgegeben. So hatten auch Menschen etwas davon, die vor Ort hilfsbedürftig waren.
Unsere beiden Silberrücken Wilfried und Dorschhorst, von links nach rechts  wie wir sie hier vor Ort getauft hatten, waren mal wieder voll zufrieden und glücklich über Ihre Erfolge hier in Havoysund.

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Wir erlebten hier eine tolle Woche mir tollen Leuten, sehr sehr viel Spaß und, und ….. Vielen Dank auch noch mal an den neuen Besitzer, Patrick und sein Guide Torben.

Da nach dem Angeln auch vor dem Angeln ist, sind für die nächsten zwei Jahre die Touren auch schon geplant und gebucht.

 2014 geht`s nach hier:

http://dintur.de/ferienhauser/nordnorwegen_oben/lauksundet.htm

 2015 geht’s nach hier:

http://www.rolvsoytourist.no/

Petri Heil  euer team-nordkap

team nordkap banner

 

Hier geht es zum Video vom Heilbuttdrill.

Impressionen:

Blick auf unsere Steganlage mit den dazu gehörigen Booten

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Unser stetige Aufpasser. Die Möwe und ihre Kumpanen waren für die Sauberkeit auf dem Steg verantwortlich,

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Unterwassermonster

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Kapitän Micha

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der nordlichste Windpark von Europa

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Hier geht es zum Video vom Heilbuttdrill.

Langnesets


         Langneset/ Slenesets 2012

 

Am 07.06.2012 war es endlich soweit. Unser nächster Norwegentrip begann. Wir wählten diesmal die Tour komplett durch Norwegen zu fahren. So starteten wir am Morgen Richtung Kiel. Von dort aus sollte es mit der Color Magic nach Oslo gehen. Die Überfahrt war mal wieder sein Geld wert.

Bei strahlenden Sonnenschein legte die Fähre  morgens um 10:00 Uhr am Hafen von Oslo an.

Bevor  es die nächsten 1200 km Richtung Norden ging, legten wir noch einen kurzen Stopp am Zoll ein. Auch hier konnten wir wieder beobachten wie der Zoll eine Deutsche Angeltruppe kontrollierte. Und wie ihr euch denken könnt, mit Erfolg.  Das war wohl eine trockene Woche für die Jungs und teuer obendrein.

Wir haben kurze Hand das „mehr“ an Bier verzollt und ab ging es Richtung Mo i Rana.

                                                               Hier das Tor nach Nordnorwegen

Ohne Zwischenfall und ganz entspannt, trafen wir  um 9:00 Uhr an der Fähre in Stokkvägen an. Von dort geht es nochmals  anderthalb Stunden bis Langneset.

Dort angekommen wurden wir auch schon von Stig ( unser Vermieter )  freundlich empfangen.

Wir bekamen eine Einweisung für Haus und Boot und schnell waren unsere Sachen auch schon verstaut.Bezogen haben wir ein hundertjähriges, liebevoll restauriertes Haus, ausgestattet mit allem was man so die Woche benötigt.

Die Anlage besitzt noch 4 weitere, neu gebaute Häuser, die für 6 Mann genügend Platz bieten. Weiterhin gab es ein Container, wo der Fisch verarbeitet wurde sowie ein Raum für eventuell nasse Sachen die dort getrocknet  werden können. Angrenzend an den Häusern Stand das Restaurant vom Vermieter, eine Sauna und ein beheizbarer Bade Pool. Also ihr seht, hier ist an alles gedacht um einen den Aufenthalt am Polarkreis so angenehm wie möglich zu machen.

Ein Blick auf die Seekarte zeigt schon dass eine Einweisung für das Boot dringend Notwendig war. Gerade die Fahrrouten Richtung offenem Meer sollte man sich gut merken und auch immer bei behalten. Viele nichtgekennzeichneten Untiefen, die nur bei Ebbe zu sehen sind, warten nur darauf um Kleinholz mit eurer Motorschraube zu machen.

Die ersten Ausfahrten hat man schon mit einem flauen Gefühl im Bauch gemacht.

Bevor  es um 20:45 Uhr das Deutschlandspiel zu sehen gab, ging es erst mal in den Schären um vielleicht das heutige Abendbrot zu sichern.

Da es den Abend sehr windig war und wir in den Schärten wenig Glück hatten, fiel das Abendbrot nicht so üppig aus wie erhofft. Außer ein paar Dorsche war an diesem Abend nichts zu holen, dass hat dann aber noch für eine leckere Fischsuppe gereicht.

Nach der kleinen Fußballfeier ging es dann aber erst mal in die Federn  denn Morgen sollte der erste längere Törn anstehen.

Der zweite Tag stand ganz im Sinne von suchen, suchen und nochmals suchen. Es gab Fische überall, doch die Größe lies ganz schön zu wünschen übrig. Es wurden alle Hotspots in der Nähe abgefischt, doch war der Fisch  hier nicht zu finden.

Wir beschlossen es an einem Unterwasserberg auf Pollak und siehe da, keine 5 min. später waren die ersten Ruten krumm. Die Pollaks hatte alle ein Durchschnittsgewicht von 3-4 Kilo. An leichten Geschirr, ein heiden Spaß.

Das zweite Boot versuchte ihr Glück im flachen sandigen Untergrund auf Heilbutt und Co. Irgendwann klingelt mein Handy. Ich dachte mir, wenn unser Wilfried anruft dann kann eigentlich nur der erste Heilbutt an Bord sein. Und so war es dann auch. Tilo hatte auf einen kleinen Seelachs seinen Butt gefangen. Mit 10 Kg und  einer Länge von einem Meter auch noch mäßig. So kann es weiter gehen, dachte ich mir.

So verging der erste Tag und der Anfang war gemacht. Am zweiten  Tag wehte der Wind noch ziemlich kräftig. Wohl oder übel mussten wir wieder in den Schären Angeln und mehr oder weniger die Kinderstube besuchen und hoffe das der ein oder andere größer Dorsch dabei ist. Um die mittleren Dorsche zu überlisten musste ich dann doch von Gummi auf Pilker umsteigen. Die Gummis waren doch ein wenig zu groß für die Jungs.

Auch unsere zweite Mannschaft  konnte keine größeren Erfolge verbuchen. Manchmal war es schon wie verhext.

Der dritte Tag zeigte sich von seiner besten Seite. Die Mitternachtssonne hüllte alles in einem leicht rotem Farbton und das Meer lag Spiegelglatt vor uns. Heute konnten wir also nördlich von Langnset Angel.   Da wir ja auch auf Rotbarsch aus waren, sollte das doch die perfekte Nacht der Nächte werden.

Zuerst wurden die Stellen abgeklopft, die uns unser Veranstalter vorgeschlagen hat. Es dauerte auch nicht lange, als die erste Zupfen in der Rute zu spüren waren.

Die Fische waren nicht einfach zu finden. Sie standen manchmal bis zu 50 m über den Grund. Nach und nach füllten sich aber die Kisten und so konnten wir wieder eine Fischart überlisten, die wir zuvor noch nie intensiv beangelt hatten.

Nach so einem Rotbarschtag merkt man doch schon, dass es ganz schön in die Knochen geht. Unsere zweite Crew war uns da schon deutlich im Vorteil. Die gnädigen Herren hatten sich schon vor längerer Zeit, Elektrorollen zugelegt. Bei jedem Hochkurbel bekamen die drei ein breites Grinsen im Gesicht. (fotografiere ich beim nächsten Mal)

Kapitän WilfriedDa uns diese Angelei aber so viel Spaß machte, beschlossen wir das noch mindestens ein oder zwei Mal zu wiederholen.

Am nächsten Tag, besser gesagt die nächste Nacht waren die Wind Verhältnisse Perfekt. Wir steuerten  wieder die bekannten stellen an, um den Rotbarschen nach zu stellen.

Da in dieser Nacht die Jungs dort unter keinen richtigen Appetit hatten, versuchten wir es über 200m tiefen Wasser auf Köhler. Speed pilken war angesagt.  Es dauerte auch nicht lange, da kreischten schon die ersten Rollen. Die Köhler hatte alle so ein Gewicht um die 8 Kg, also keine großen aber der Spaßfaktor war riesig.

Außer Rotbarsch und Köhler  gab es noch reichlich Lumb und Leng.

Die Lumb`s  waren schon ganz schön verwurmt. Die größten waren aber im Durchschnitt schon sehr respektabel. Fische von 4-7 Kg waren nicht selten.

Auch das zweite Boot füllte die Kiste mit leckeren Rotbarschen, Köhler und Co.

So blieb es auch in den nächsten Tagen. In den Schären kleine bis mittlere Dorschen, zwischen durch gute Pollacks und auch Leng wurde ziemlich flach gefangen. Lies es der Wind zu, dann könnte man aufs offene Meer  fahren um Köhler, Rotbarsch, Lumb und Leng zu fangen.

Am vorletzten Tag gab es noch mal in der Nacht auf dem Boot Heilbuttarlarm  (dachten wir). Nach einem  heftigen Biss in 100m tiefe, schoss kurzzeitig bei Stefan die Schnur von der Spule. Danach stand der Fisch am Grund, ohne sich auch einen Meter zu bewegen. Der erste Gedanke „Hänger“ oder großer Butt der sich zum Ausruhen mal kurz hingelegt hat. Wir beschlossen den Fisch  oder Hänger entgegen zu fahren. Als das Boot dann genau über dem Fisch stand und ordentlich Druck auf die Rute gegeben wurde, löste sich der „Hänger“. Nee, sagte Stefan das ist kein Hänger und auch kein Butt, dat geht nur sau schwer. Nach etlichen Minuten kam er dann an der Oberfläche, ein Monster von Lump. Mit diesem Fisch hatte Stefan seinen schon mal erkämpften Titel „ Lumbenkönig“ erfolgreich verteidigt. Die Waage blieb bei 12 Kg stehen. Glückwunsch.

Leider vergeht die Woche immer viel zu schnell. Am letzten Tag mussten wir noch mal wegen Wind in die Schären angeln. Dort wurde auch noch mal von beiden Booten alles versucht  noch einen Butt zu überlisten, leider aber ohne Erfolg.

Trotz allem hatten wir eine tolle Woche hier in Langnesets. Unser Fischlimit war erreicht. Wie heißt es so schön: Nach dem Angeln ist vor dem Angeln.

Die nächste Reise ist schon geplant und die Vorfreude ist heute schon wieder riesig.

Den letzten Tag wurde noch zum Abschied von diesem einzigartigen fleckchen Erde  Abschied genommen und zünftig gegrillt und gefeiert.

Die Heimfahrt führte und durch Schweden, entlang der E 45.

Ein kleiner Hinweis noch für Leute die auch die Strecke fahren wollen.

Da es mit gutem  Essen unterwegs sehr schwierig ist (Tankstellenessen) und man  in Trelleborg morgens um 6 Uhr  ankommt, der kann so zur Mittagszeit in Göteborg sehr preiswert, fast billig essen.

An der Autobahn in Göteborg gibt es ein Ikea. Genauso wie in Deutschland, haben  die dort ein eigenes Restaurant. Billiger geht’s wirklich nicht. Probiert es aus.

Euer team-nordkap   

Hier noch ein paar Impressionen:

unser Hausberg auf Louvund                   Ausfahrt  Nord( am Horizont  Indre Kvaroy)        

letzte Ausfahrt                                                                        Mitternachtsonne am Polarkreis

Lumb von 24 Pfund an der Waage                        Hausberg mit Haube

unser Nichtraucher Heiko

Soni kann es einfach nicht lassen. Hier werden die kleinen Köhler und Dorsche noch Nachts geärgert.

davon gab es reichlich. Alle Rotbarsche so um die 1- 2 Kilo

Kapitän Wilfried und sein Navigator Tilo

ein Blick aus unserer Grillhütte

die Muppet Show

krumme Ruten waren nicht immer selbstverständlich. Soni beim Speedpilken auf Köhler

der Filetierraum

the End

Havoysund 2011

71° Grad Nord Tour 2011 mit dem team-nordkap

Nach einjähriger Planung sollte das team-nordkap seinen Namen alle Ehre machen.
Ziel der Tour sollte diesmal das Städtchen Havoysund sein. Havoysund liegt ungefähr 50 Kilometer Luftlinie vom Nordkap entfernt.

IMG_02891

Am 20. Mai war es dann soweit. Die Autos wurden gepackt, ein Abschiedsfoto geschossen und für die nächsten Tage, das Bett mit einem Autositz getauscht.

Unsere Reiserute sollte wieder ab Trelleborg über Stockholm und dann immer die E4 entlang der Ostsee führen.

2800 km lagen vor uns, doch alle hatten nur einen Gedanken, ihren Traumfisch zu fangen.Bei wunderschönem Wetter ging es durch die endlosen Weiten Schwedens.

Man sieht doch immer wieder neue Sachen, so auch die Woltens bei einer Spritztour.:-))

Nach gefühlten hundert Stunden, erreichten wir am frühen Morgen den Polarkreis.

Eine Taufe gabs diesmal nicht, denn alle hatten diesen schon vorher mal überquert. Weiter ging es durch Finnland und die Temperaturen sanken hier doch deutlich. Der Winter hatte hier wohl noch nicht ganz aufgegeben. Das ist halt Finnland. Ein Bus ohne Räder aber dafür auf Kufen( genial)


Unser nächster Stopp war die Grenze zwischen Finnland und Norwegen. Wir wählten die rote Spur um unser Bier, was über der Freigrenze lag, zu Verzollen.

Freundlich begrüßte uns der Zollbeamte. Auf Norwegisch und Denglisch versuchte ich meine Absichten zu erklären. Er lächelte freundlich und sagte “ ich spreche auch Deutsch“. Also, unsere überschrittene Freimenge bezahlt und mit einem ruhigen Gewissen Richtung Alta.

In Alta sollte der Rest der Truppe am Flughafen zu steigen. Pünktlich setzte der Flieger zur Landung an und dann ging es weiter durch die endlosen Weiten der Finnmark.

Alta sollten uns dann nur noch 200 km bis zum Ziel trennen. Die Landschaft wurde doch zunehmend öder und rauer.

Die baumlose Steppe signalisierte die Nähe des Nordkaps.Und dann war es endlich soweit.

Nach 31 Stunden Fahrt von Trelleborg aus, lag Havoysund vor unseren Füßen.

Dies ist die Brücke, die die Insel mit dem Festland verbindet.

Nach dem wir uns so gut wie es geht häuslich eingerichtet hatten, hielt uns auch nichts mehr. Alle wollten nur noch eins, Angeln,Angeln und nochmals Angeln, trotz Müdigkeit und wund gesessenem Hinterteil.

Unsere Boote lagen nur wenige Schritte vom Haus entfernt.

Tag 1

Unsere erste Erkundungstour sollte am Leuchtturm vor Havoy sein. In 30 Meter Wassertiefe dauerte es auch nicht lange, bis die erste Bisse kamen. Unser Gast Manfred landet dann auch gleich mal einen schönen Nordkapdorsch.

Auch unser Tilo mit seinen ersten urigen Gesellen. Der Katfisch sollte in unserer Woche noch eine wichtige Rolle spielen.Auch der Kleine hat schon schöne Beisserchen.



So verging unsere erste Nacht unter der Mitternachtssonne und unsere Müdigkeit siegt doch. Nach 45 Stunden ohne Schlaf brachen wir unsere erste Erkundungstour ab. Fisch gab es in jeder Ecke, was uns hoffen ließ.

Am nächsten Tag stand die Mission Seewolf und Heilbutt auf dem Programm. Wir wählten heute die Ausfahrt Richtung Osten. Nach 10 minütiger Fahrt machten wir den ersten Stopp. Die Pilker erreichten kaum den Grund und schon griffen die Seewölfe sich den Köder.

Was für Mengen an Katfischen muss es dort unten geben? Jeder zweite Wurf brachte Fische bis zu 6 Kilo an die Oberfläche. Wir versuchten jetzt raus zu bekommen was diese fische am liebsten mochten. Getestet wurde nur Pilker, Fetzenköder und Pilker mit oberhalb angebrachten Gummimaak in den Farben Rot und Blau.

Das Ergebnis war dann doch sehr eindeutig. Der einfache Bergmannpilker mit Gummimaak war der absolute Renner und das auch die nächsten Tage. Alleine die Tatsache dass wir an diesem Tag in nur 5 Stunden 34 Seewölfe landen konnten.

Unser Dinner zum Abendbrot war erst mal für alle gesichert. Wann kann man sonst so lecker Fisch essen, als hier vor Ort.

Tag 2
Der Zweite Tag sollte erst mal ein Test werden. Mehrer Hotspots wurden angefahren und Fisch gab es überall.

Nach etwa zwei Stunden kam der erste Anruf. Erster Heilbutt von Heiko. Na Super, fängt ja schon gut an dachte ich.Da er aber untermaß war, durfte er wieder in seinem Element. Schnell wechselte ich meinen Pilker gegen einen Roybi und ab ging’s in die Tiefe. Beim dritten langsamen Einkurbeln gab es ein kleinen Ruck, den ich mit gleichem erwiderte. Kurze Pause und ab ging die Post.Mir war gleich klar, das es etwas besonders war. Nach mehreren Fluchten zeigte er sich. Er, auf den alle schon so lange gefischt haben, nicht riesig aber auch nicht klein,wunderschön gezeichnet und unsere Crew waren die ersten die das Objekt der Begierde landen durften.

Stolze 19,5 Kg und 130cm waren für uns schon imposante Maße. Damit das Boot 1 erst mal die Messlatte ganz schön hoch gesetzt.

Jetzt hatten alle an Bord Lunte gerochen. Schnell wurden die Köder gewechselt, doch am heutigen Tag blieb es bei diesen einem Heilbutt.

Tag 3
Heute war unser Ziel der Dorsch. Östlich der Insel Hjelmsoya fanden wir eine Kante wo Krautfelder von sandigen Boden unterbrochen wurde. Die Dorsche waren keine Riesen aber wunderschön gezeichnet und sehr kräftig in der Farbe ( Tangdorsche ). Ein wenig Abwechslung und an feinen Gerät, ein heiden Spaß.Wurde der Boden sandiger kamen auch gleich Nachläufer von Heilbutt`s.

Allein die Schollen die immer wieder nach unser Köder griffen waren sehenswert. Davon gibt es im Sund aber auch draußen jede Menge und in beachtlichen Größen.

Tag 4

Leider machte uns das Wetter heute einen Strich durch die Rechnung. Mission Heilbutt und Co. musste vertagt werden. Wir beschlossen also heute unser Bergfest mit gegrilltem und ein Pils zu versüssen.
Wer will bei diesem Wetter schon Angeln.:-))))

Tag 5

Das Wetter beruhigte sich wieder und alle drei Teams, starten einen neuen Versuch. Alte Stelle und es endete da, wo es vor 2 Tagen anfing. Dorsch und Seewolf satt.

Keine Riesen aber trotz alle dem viel Spaß an der Rute. Manfred und sein Büttchen. Und dann immer wieder Nachläufer von Heilbutt`s .

Unser Administrator Tilo mit seinem ersten Heilbutt.

Die kleinen haben natürlich nur zu Beweißzwecke für das Foto posiert.

Der ein oder andere war denn doch schon mäßig, das auch Micha sein Meterfisch mitnehmen durfte.

Tag 6

Heute wurde wieder mal quer Beet geangelt. Unser Fischsoll war schon lange erreicht. Es gab mal wieder Seewölfe, Dorsche aber auch den ein oder anderen Schellfisch an den Haken.

Tag 7

Heute hätte unser Matti doch noch den Tourrekord geknackt. Bei hochkurbeln stieg im Mittelwasser wieder mal ein Heilbutt ein. Diesmal bis er auf ein Silbernen Bergmann. Nach endlosen Minuten des Kampfes kam er dann, was Matti wohl nie vergessen wird. Der Heilbutt seines Lebens.

Sie schätzen den Fisch auf mindestens 100 Pfund. Wilfried, unsere liebe Seele und Dienstältester hatte sich wahrscheinlich ein wenig in der Grammzahl und Kraft verschätz. Beim hochziehen, rutschte der Fisch wieder über Bord und verschwand in die Tiefe. Ja, auch Fische haben eine Chance verdient. Matti,der das erste mal mit uns fahren durfte, hätte jeder den Fisch gegönnt.

Ja, und dann hieß es wieder mal Abschied nehmen. Abschied, von ein Abenteuer am 71° Breitengrad. Ein Abschied der aber nicht für immer ist.Wir waren uns alle einig. Havoysund sieht uns noch mal wieder.

Fazit dieser Tour:
– 21 Heilbutt`s
– weit über 200 Seewölfe
– unzählbare Mengen an Dorsch
– super Schollen
– ein Leng und viele Schellfische.

Liebe Grüße
euer Team- Nordkap

 

 

 

Zum Schluss noch ein paar Impressionen:

[youtube]Itk9apmxuRE[/youtube]

ha det bra

 



Kvaroy

Reisebericht Kvaroy 

Indre Kvaröy, eine Insel am Polarkreis,

 

Hier nun unser kleiner Reisebericht nach Kvaröy.

Nach einen Jahr , das uns wie eine Ewigkeit vorkam, war es endlich wieder  soweit. Das Team-Nordkap besuchte eine Insel am Polarkreis. Nach vielen Beiträgen und Messegängen waren wir uns sicher, dass soll unser neues Ziel werden. Schnell wurde bei unseren Reiseanbieter zwei Häuser gemietet. Der Service von Matze hat mal wieder vorzüglich funktioniert. Am 2. Juni um 12 Uhr war unser Auto gepackt und ab ging es Richtung Kiel.

Ausgeschlafen und bei strahlenden Sonneschein begrüßte uns Göteborg, ab jetzt hieß es 22 Stunden durch Schweden. Endlang der E 45 über Mora, Östersund bis Storuman führte uns der Weg.


Von Storuman auf der E 12 ging es dann Richtung Mo i Rana und 50 Kilometer weiter ereichten wir unser Ziel, den Hafen von Tonnes.

Wir hatten uns im Vorfeld entschieden, unser Auto auf dem Festland stehen zu lassen. Wir buchten im Vorfeld ein Transfer durch unserem Vermieter.Doch vorher gab es erst mal ein kurzes Nickerchen für den Kraftfahrer.

Pünktlich wie vorher ausgemacht, kam unser Boot. Freundlich wurden wir von unserem Betreuer empfangen. Das einzig Negative an dieser Variante ist, dass man sein Gepäck aus dem Auto ins Boot, und in Kväroy wieder aus dem Boot schleifen muss. Es gibt natürlich auch noch die Möglichkeit, mit der Autofähre über zu setzen, doch ist dies wohl laut Aussage unseres Veranstalters nicht zu empfehlen, da man bei der Rückfahrt viel mehr Zeit  auf der Fähre verbringt und dadurch viel Zeit verliert.

Für die Anreise per Flugzeug, geht eine Fähre von Bodö nach Kvaröy. Sie benötigt 4 Stunden und nach Angaben unserer beiden Fluggäste ein super Erlebnis.

Der Hafen von Kväroy liegt geschützt ungefähr 200 m von den Häusern entfernt.

das sind unsere Boote( 19 Fuß und 50Ps )

Die Häuer sind noch fast nagelneu und liegen mit wunderschönen Ausblick, direkt am Wasser. Auf der Terrasse kann man die Abendstimmung vom Nordland genießen.

Hier ein paar schöne Eindrücke von der Mitternachtssonne.

Sonne die zweite

Schnell waren die Sachen in den Zimmern verstaut und eigentlich wollten wir auch gleich noch eine kurzen Trip aufs Meer wagen, doch nach der anstrengenden Autofahrt gab es noch ein kühles Blondes und eine Mütze voll Schlaf.

Der erste Tag sollte ganz verhalten beginnen. Die vorgegebenen Hot-Spots wurden systematisch abgeklopft und so kam der ein oder andere Dorsch zur Oberfläche. Es waren keine Großen, aber das hatten wir auch noch nicht erwartet. So endete dann der erste Tag mit wenig Fischen aber doch schönem Wetter. Am zweiten Tag habe ich dann bei 3 Stunden Angeln noch nicht einen Fisch. Alles was unter Wasser schwamm, schien entweder kein Hunger zu haben oder es gab keinen mehr.

Alle Versuche blieben an diesem Tage erfolglos.

Aber wie heißt es so schön: Jeder Tage ist ein Angeltag, doch nicht jeder Tag ist ein Fischtag.

Dies alles konnte aber unsere Laune nicht verderben und so sollte der dritte Tag dann auch die ersten größeren Fische bringen. Die Fische bissen meist so um die 80-90 m. Dorsche von bis zu 15 Kg, Lumb bis 6,5 Kg, mittlere Lengfische, Rotbarsche und Wittlinge von sage und schreibe 2 Kg wurden an diesen Stellen gefangen.


Hier unser Klaus mit sein großen Pollak.

Wie immer, vergingen die Tage wie im Fluge. Die Dorsche schienen hier in Unmengen vorhanden zu sein. Erstaunlicherweise aber nicht immer an den Hotspots wo man sie eigentlich erwartete.

Unser großes Ziel der Heilbutt, stand dann auf dem Plan. Eine Truppe die 14 Tage vorher hier auf Kväroy waren, fingen gleich 4 Stück davon. Doch Neptun ließ uns in Stich. Alle Versuche unseren Zielfisch zu fangen gingen leider wieder mal daneben. Nicht das wir zu Doof dazu waren, nee, nee keiner von der gesamten Anlage fing in dieser Woche ein Butt.

Auch beidhändig Angeln brachte nichts. :-)))))

Na ja, und so vergingen die Tage und wieder wie im fluge. Es wurden zwar diesmal nicht die Riesen gefangen, aber das ist uns eigentlich auch ganz egal. Bei uns steht eben der Spaß an erster Stelle und davon gab es reichlich.

( auch wenn es auf dem Bild hier nicht so aussah)

Hier noch mal die Bootsbesatzung

Heiko, Icke (Andreas) und olle Micha. Na, ja Jens, der auf dem unterem Bild mußte ja das Foto schießen.

Weiterhin mit von der Tour:

unser Wilfried

 

und Klaus


 

Unser nächstes Ziel 2011 ist Havoysund am Nordkap. Bis dahin

wünschen wir allen Norwegenfans skit fish und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel

 

Andreas vom

www.team-nordkap.de