Lauksletta 2014

 Hamnnes/Laukoy 2014

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Wie schnell doch die Zeit vergeht…

Man schwärmt noch von der letzten Reise 2013 und Schwupps, da beginnt schon die neue Tour nach Nord-Norwegen 2014.

Da wir in diesem Jahr nur eine kleine Truppe von 7 Mann waren, der sogenannte harte Kern, waren die Planung und die Vorbereitung sehr überschaubar.

An Bord waren diesmal: Wilfried, Ulle, Heiko, Stefan, Jens, Michel und meine Wenigkeit.

Schnell wurde wieder ein neues Ziel gefunden. Arnøya und Laukoy – allein die Namen der Inseln ließen unsere Anglerherzen höher schlagen und erinnerten uns an eine grandiose Natur und an Hamneidet im Jahr 2007. Unser Ziel stand also fest: Hamnnes auf der Insel Laukoy. Die perfekte Ausgangslage um erfolgreich unserem gemeinsamen Hobby nachzugehen. Zur Insel Laukoy gibt es an sich nicht viel zu sagen. Nur getrennt durch den Lauksund schmiegt sie sich an die größere Insel Arnøya an. Auf der Insel haben im Winter noch 15 Personen ihren festen Wohnsitz, und nach Aussage unseres Vermieters wird sie wohl in 10 bis 15 Jahre kaum mehr bewohnt sein.

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Über die Fahrten ins Paradies haben wir ja schon oft geschrieben; hier kann ich mich eigentlich nur wiederholen.

Die Fahrt begann am Donnerstag, dem 05.06.2014, in Richtung Kiel. Am Fährhafen wurden wir von unserem Micha verabschiedet. Micha arbeitet seit 3 Monaten in Kiel und wäre natürlich auch gern wieder dabei gewesen. Aber manchmal geht Arbeit vor Vergnügen, und auch wenn es ihm sichtbar schwer fiel, musste er leider zu Hause bleiben.

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Pünktlich legte die Fähre ab und der Urlaub konnte beginnen. Am nächsten Morgen empfing uns Göteborg. Wir setzten den Fuß aufs Gaspedal und fuhren die nächsten 1900 km durch Schwedens und Finnlands Landschaft.

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Das Wetter war mal wieder Bombe.

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Da macht man doch schon mal gern eine Pause oder ?

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Die Rens sind echt aber zum Glück das Bild darunter nicht.

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Am Samstag war es dann soweit: Wir standen vor der Fähre, die pünktlich um 13.30 Uhr auf die Insel übersetzte. Jetzt war es nur noch ein Katzensprung.

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Und auf geht die Schnute

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Das Quartier erkannte man schon von weiten – ein altes, restauriertes und sehr schönes Haus, was uns die nächsten 7 Tage ein Dach über dem Kopf gab. Unser Vermieter, der 65- jährige Kare Angel, begrüßte uns freundlich. Schnell waren die Klamotten ausgeladen und nach Einweisung  das Quartier bezogen.

Das Haus ist für 10 Personen ausgelegt. Es gibt einen großen Wohn- und Essbereich, 2 Bäder, wobei das untere auch als Trockenraum genutzt werden kann. Weiterhin gibt es 5 Schlafzimmer für je zwei Personen.

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Die zum Haus gehörenden Boote waren gepflegt und liefen die Woche ohne Probleme.

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Kare sorgte zu jeder Tageszeit dafür, dass wir genügend Benzin an Bord hatten. Sein Service war beispielhaft.

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Hier die Steganlage mit Schlachplatz. (Leider ein wenig einfach gehalten und bei schlechtem Wetter kein Vergnügen hier Fische zu säubern)

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Nun zum Angelgebiet selbst:

Der Lauksund hat eine Nord-Süd-Achse. Eigentlich besteht die Möglichkeit, bei jedem Wetter seinem Hobby nachzugehen.  Mit der Ausfahrt in Richtung Norden eröffnet sich das offene Meer. Hier ist der Eingang des Kvænangenfjord. Der südliche Ausgang führt in Richtung Lyngenfjord und Kvænangenfjord.

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Der Kvænangenfjord ist übersäet mit Unterwasserbergen und riesigen Plateaus.  Genau hier standen auch die großen Dorsche. (dachten wir)

Der Kvænangenfjord ist übersät mit Unterwasserbergen und riesigen Plateaus. Genau hier standen auch die großen Dorsche. (Das dachten wir.)Der Sund war unsere Schlechtwettervariante, obwohl man diesen nicht unterschätzen sollte. Hier treiben nicht nur Dorsche und Steinbeißer ihr Unwesen, nein auch der Bestand von Heilbutts ist nicht zu unterschätzen. Diese Vermutung bestätigte auch unser Vermieter.

Den südlichen Ausgang hatten wir in unserer Woche nicht getestet, da die Richtung zum Lyngenfjord  uns ja schon von unseren vorigen Touren bekannt war.

Nachdem die Klamotten ausgepackt wurden, gab es erst mal nur eine kleine Stärkung. Eines war uns ja klar, wir wollten unbedingt heute noch eine Pfanne lecker gebrutzelten Fischs essen.

Schnell wurden ein paar Ruten montiert und ab ging die Jagd nach etwas Essbaren. Auch wenn’s in Sund nicht einfach war, ging der ein oder andere Fisch in unsere Kisten. Oha, dachten wir uns, in 4 Stunden mit 2 Booten wurde gerade mal so viel gefangen, dass wir alle satt wurden. (Beim Schreiben läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen.

Der frische Fang wurde mundgerecht zerlegt und die Küche wurde jetzt zum Gourmettempel.

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Bei ein gläschen Rotwein ließen wir den Tag ( oder Nacht ?) gemütlich ausklingen.

Nach einem erholsamen Schlaf strahlte uns die Sonne ins Gesicht. Ein perfekter Start um heute eine Testfahrt zum Sundausgang zu unternehmen.

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Zuvor luden wir das komplette Equipment auf die Boote. Aufmunitioniert ging es raus. Unseren ersten Stopp legten wir am nördlichen Ausgang des Lauksundes ein. Hier erhofften wir uns Dorsch oder Steinbeißer zu fangen. Doch alle Mühen halfen nichts. Der Fisch hatte entweder keinen Hunger oder aber es war keiner hier.

Stellungswechsel. Beide Boote ließen sich jetzt über etwas tieferes Wasser treiben, was dann zu den ersten Dorschen führte. Keine Riesen, aber immerhin schon mal etwas zum Spaß haben.

So vergingen die Stunden. Als letzten Versuch ging es auf Nikkebyskallen, das Plateau mit angeblicher Fanggarantie. Wieder ließen wir uns von 120 m auf 50 m treiben. Doch außer dem allgegenwärtigen Lumb gab es hier nichts zu holen. Oder vielleicht doch?

Zweiter Versuch: Pilker ab, Gummifisch ran und die gleiche Drift nochmals versuchen. Jetzt wurden die verschiedenen Wassertiefen abgefischt und siehe da – Rute krumm. Das war er, der erste bessere Dorsch! Nach fünf Minuten hielt ich den ersten fotogenen Fisch in den Händen. Die 17 kg waren doch schon mal ´ne Hausnummer. Doch leider, trotz aller Bemühungen, sollte er an diesem Tag der letzte Mohikaner dieser Größe sein.

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Das war zwar nicht der Dorschkiller aber  immerhin machte es unheilmlich Spaß mit leichtem Geschirr die Dorsche zu ärgern.

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Der zweite Tag verlief ähnlich wie der erste. Beide Boote suchten den Fisch, aber nur vereinzelt gab es ihn in Schwärmen von mehreren Tieren. Auffällig war zum einem, dass kaum Futterfisch bzw. kleine Fische vorhanden waren und dass das Wasser irgendwie eine leicht trübe Färbung hatte. Wir nahmen an, dass es am vermehrten Schmelzwasser lag, und außerdem hatte ich mal was von Blaualgen gelesen. Genau das Problem hatte auch eine bekannte Truppe im vorigen Jahr bei Koppangen (Lyngenfjord). In der Zeit gab es so gut wie keinen Fisch.

Alle Dorsche, die wir nicht wieder zurück setzten, hatten nur eine Fischsorte als Futter im Magen. Allesamt fraßen nur Rotbarsche. Das unterstützte meine These, dass es im Moment keinen Futterfisch gab. Die einzige Fischart, überall und in Unmengen präsent, war Lumb. Mir persönlich schmeckt der Fisch. Und zum Glück war er so gut wie nicht mit Nematoden verseucht.

So langsam musste der Masterplan her. Wir entschieden uns in Richtung des offenen Meeres zu fahren, wenn das Wetter es zulässt. Wir steuerten jetzt gezielt die Richtungen Arnoybaen, Eirskallen und Steinskallen an.

Dies sollte dann auch die richtige Entscheidung gewesen sein. Die Dorsche wurden Zunehmens größer und jeder brachte jetzt seine Fische mit nach Hause.

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Man hatte das Gefühl, dass der Fisch langsam Richtung Fjord zog. Die Dorsche wurden zunehmend größer. Die letzten Tage gab es regelmäßig gute Dorsche bis 18 kg. Alle fingen gut und jeder brachte letztlich seine Fische mit nach Hause. Als dann noch unser Boot 2 (von Wilfried, Jens und Heiko) auf Amundsbaen die richtigen Kracher-Dorsche fand, wurden die letzten Tage echt gerettet.

Hier gab es dann auch den ersten 10 kg Butt von Jens.

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Ulle – unser gekrönter Heilbuttkönig vom Havoysund 2013 – schlug natürlich gleich zurück und legte nochmal 3 kg dazu.

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Ja, und icke? Sollte ich diesmal ohne Zielfisch bleiben? Nun gut, ein paar Tage waren es ja noch. Am nächsten Tag hieß es wieder: Benzin verbrennen und raus aufs offene Meer. Genau da hin, wo der Fisch wohnt. Ziel war wieder Amundsbaen. Hier gab es wieder reichlich Dorsch in guten Größen.

Auch wenn am Ende eines Angeltages die Benzintanks leer waren, erlebten wir Nordnorwegen in voller Pracht und unvergesslichen Schönheit.

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Leider mussten wir nach 5 Stunden das Angeln abbrechen, da Neptun das Meer doch sehr in Bewegung hielt und uns eine Heimfahrt ja auch noch bevorstand. Also hieß es einpacken, anschnallen und ohne Butt Richtung Hafen. Irgendwo zwischen Horizont und Ziel zeigte unser Plotter einen kleinen unscheinbaren Berg unter Wasser an. Eine Drift noch, sagten wir uns, und dann ist wirklich Schluss für heute. Gesagt, getan. Pilker und Gummis runter. Und bei wem auf unserem Boot war als Erster die Rute krumm? Bei Ulle! Der gekrönte Heilbuttkönig hatte natürlich wieder den ersten Bettvorleger dran. Kein Riese, aber eben doch ein Zielfisch. Nachdem wir den Butt fachmännisch versorgt hatten, legten wir nochmals eine Drift an. Und rums, diesmal hatte Stefan mit ´nem Heilbutt Kontakt aufgenommen. Leider ging er irgendwie verloren. Keine Minute später – das  gleich Spiel an meinem Knüppel. Der Angriff erfolgte mehrmals zaghaft im Mittelwasser, und als er das dritte Mal meinem Gummi anleckte, hing er. Auch ich sollte nicht von Erfolg gekrönt sein. Nach mehrmaligen Versuchen gelang ihm leider, leider die Flucht. Wir nennen diesen namenlosen Unterwasserberg, der uns kein Glück bescherte, seit heute „Mount Halibutt“.

Nachdem wir uns ausgiebig über unsere „Pleite“ geärgert hatten, setzten wir zum Gleiten in Richtung Unterkunft an.

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 So vergingen die Tage wiedermal wie im Fluge. Man nahm sich viel vor doch wie immer ist eine Woche viel, viel zu kurz aber wie heißt ein Sprichwort:

Nach dem Angeln ist auch vor dem Angeln.

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Stefan ein wenig nachdenklich denn der Abschied rückt immer näher. Ob er wohl von den schönen Dorschen träumt.biggrin

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Der letzte Tag stand ganz im Zeichen „vom Winde verweht“. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite: viel kalter Wind von vorn und reichlich Nässe von oben. Was machen? Da heute unser letzter Tag war und durchaus noch ein Plätzchen in der Filetkiste frei war, entschieden wir den Sund noch einmal zu testen.

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Wir ließen uns über 20-30 m tiefen Wasser treiben und konnten doch noch den ein oder anderen Steinbeißer zum Anbiss überreden

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Die Zeit verging und wir entschieden uns, noch einmal die Stellung zu wechseln. Eine halbe Stunde noch, so unser Gedanke, dann sollte wirklich Schluss sein.

Irgendwie wollte aber keiner Feierabend machen. Immer wieder sagte einer der Besatzung: Los! Noch ein Wurf! und ein anderer: Na gut. überredet!  Wird setzten das Boot noch einmal um. Mein Blick ging noch mal zum Echolot: gähnende Leere, außer …?! Da waren doch plötzlich mehrere Anzeigen im Mittelwasser. Langsam kurbelte ich mein Royberjig in Richtung Wasseroberfläche.

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Das war der Dorschkiller schlechthin, in  Schlüpferrosa der Renner.

Plötzlich! Ein kleines Zupf, Zupf und dann verneigte sich die Rute zu einem Halbkreis. Was war das, Rute krumm, aber nimmt keine Schnur? Nachdem der Fisch eine kleine Denkpause eingelegt hatte, zog er gemächlich weiter. Erst jetzt merkte ich, es war ein Butt! Auch kein Riese, aber mein Abschiedsfisch. So hatte ich doch noch in allerletzter Minute meinen Zielfisch gefangen.

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An der Stelle hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen. Es wurde wurde gegrillt, gefachsimpelt und Pläne für unsere nächsten Touren geplant. So ging es dann mit einem weinenden Auge am 14.06.2014 in Richtung Heimat.

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An dieser Stelle möchte ich mich an dieser Stelle nochmal an die Firma Dintur für die gute Betreuung und die guten Tips bedanken. Wer dieses Reiseziel auch in betracht zieht, dem kann ich Hamnnes nur wärmstens empfehlen.  Haus und Betreuung sowie die Lage sind einfach perfekt.

Hier auch noch mal ein Link mir der Webcam am Haus.

http://de.webcams.travel/webcam/1315491532-Wetter-Brattvoll%2C-Lauk%C3%B8ya-Hamnnes

 

Euer team-nordkap   4004340043

 

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Langnesets


         Langneset/ Slenesets 2012

 

Am 07.06.2012 war es endlich soweit. Unser nächster Norwegentrip begann. Wir wählten diesmal die Tour komplett durch Norwegen zu fahren. So starteten wir am Morgen Richtung Kiel. Von dort aus sollte es mit der Color Magic nach Oslo gehen. Die Überfahrt war mal wieder sein Geld wert.

Bei strahlenden Sonnenschein legte die Fähre  morgens um 10:00 Uhr am Hafen von Oslo an.

Bevor  es die nächsten 1200 km Richtung Norden ging, legten wir noch einen kurzen Stopp am Zoll ein. Auch hier konnten wir wieder beobachten wie der Zoll eine Deutsche Angeltruppe kontrollierte. Und wie ihr euch denken könnt, mit Erfolg.  Das war wohl eine trockene Woche für die Jungs und teuer obendrein.

Wir haben kurze Hand das „mehr“ an Bier verzollt und ab ging es Richtung Mo i Rana.

                                                               Hier das Tor nach Nordnorwegen

Ohne Zwischenfall und ganz entspannt, trafen wir  um 9:00 Uhr an der Fähre in Stokkvägen an. Von dort geht es nochmals  anderthalb Stunden bis Langneset.

Dort angekommen wurden wir auch schon von Stig ( unser Vermieter )  freundlich empfangen.

Wir bekamen eine Einweisung für Haus und Boot und schnell waren unsere Sachen auch schon verstaut.Bezogen haben wir ein hundertjähriges, liebevoll restauriertes Haus, ausgestattet mit allem was man so die Woche benötigt.

Die Anlage besitzt noch 4 weitere, neu gebaute Häuser, die für 6 Mann genügend Platz bieten. Weiterhin gab es ein Container, wo der Fisch verarbeitet wurde sowie ein Raum für eventuell nasse Sachen die dort getrocknet  werden können. Angrenzend an den Häusern Stand das Restaurant vom Vermieter, eine Sauna und ein beheizbarer Bade Pool. Also ihr seht, hier ist an alles gedacht um einen den Aufenthalt am Polarkreis so angenehm wie möglich zu machen.

Ein Blick auf die Seekarte zeigt schon dass eine Einweisung für das Boot dringend Notwendig war. Gerade die Fahrrouten Richtung offenem Meer sollte man sich gut merken und auch immer bei behalten. Viele nichtgekennzeichneten Untiefen, die nur bei Ebbe zu sehen sind, warten nur darauf um Kleinholz mit eurer Motorschraube zu machen.

Die ersten Ausfahrten hat man schon mit einem flauen Gefühl im Bauch gemacht.

Bevor  es um 20:45 Uhr das Deutschlandspiel zu sehen gab, ging es erst mal in den Schären um vielleicht das heutige Abendbrot zu sichern.

Da es den Abend sehr windig war und wir in den Schärten wenig Glück hatten, fiel das Abendbrot nicht so üppig aus wie erhofft. Außer ein paar Dorsche war an diesem Abend nichts zu holen, dass hat dann aber noch für eine leckere Fischsuppe gereicht.

Nach der kleinen Fußballfeier ging es dann aber erst mal in die Federn  denn Morgen sollte der erste längere Törn anstehen.

Der zweite Tag stand ganz im Sinne von suchen, suchen und nochmals suchen. Es gab Fische überall, doch die Größe lies ganz schön zu wünschen übrig. Es wurden alle Hotspots in der Nähe abgefischt, doch war der Fisch  hier nicht zu finden.

Wir beschlossen es an einem Unterwasserberg auf Pollak und siehe da, keine 5 min. später waren die ersten Ruten krumm. Die Pollaks hatte alle ein Durchschnittsgewicht von 3-4 Kilo. An leichten Geschirr, ein heiden Spaß.

Das zweite Boot versuchte ihr Glück im flachen sandigen Untergrund auf Heilbutt und Co. Irgendwann klingelt mein Handy. Ich dachte mir, wenn unser Wilfried anruft dann kann eigentlich nur der erste Heilbutt an Bord sein. Und so war es dann auch. Tilo hatte auf einen kleinen Seelachs seinen Butt gefangen. Mit 10 Kg und  einer Länge von einem Meter auch noch mäßig. So kann es weiter gehen, dachte ich mir.

So verging der erste Tag und der Anfang war gemacht. Am zweiten  Tag wehte der Wind noch ziemlich kräftig. Wohl oder übel mussten wir wieder in den Schären Angeln und mehr oder weniger die Kinderstube besuchen und hoffe das der ein oder andere größer Dorsch dabei ist. Um die mittleren Dorsche zu überlisten musste ich dann doch von Gummi auf Pilker umsteigen. Die Gummis waren doch ein wenig zu groß für die Jungs.

Auch unsere zweite Mannschaft  konnte keine größeren Erfolge verbuchen. Manchmal war es schon wie verhext.

Der dritte Tag zeigte sich von seiner besten Seite. Die Mitternachtssonne hüllte alles in einem leicht rotem Farbton und das Meer lag Spiegelglatt vor uns. Heute konnten wir also nördlich von Langnset Angel.   Da wir ja auch auf Rotbarsch aus waren, sollte das doch die perfekte Nacht der Nächte werden.

Zuerst wurden die Stellen abgeklopft, die uns unser Veranstalter vorgeschlagen hat. Es dauerte auch nicht lange, als die erste Zupfen in der Rute zu spüren waren.

Die Fische waren nicht einfach zu finden. Sie standen manchmal bis zu 50 m über den Grund. Nach und nach füllten sich aber die Kisten und so konnten wir wieder eine Fischart überlisten, die wir zuvor noch nie intensiv beangelt hatten.

Nach so einem Rotbarschtag merkt man doch schon, dass es ganz schön in die Knochen geht. Unsere zweite Crew war uns da schon deutlich im Vorteil. Die gnädigen Herren hatten sich schon vor längerer Zeit, Elektrorollen zugelegt. Bei jedem Hochkurbel bekamen die drei ein breites Grinsen im Gesicht. (fotografiere ich beim nächsten Mal)

Kapitän WilfriedDa uns diese Angelei aber so viel Spaß machte, beschlossen wir das noch mindestens ein oder zwei Mal zu wiederholen.

Am nächsten Tag, besser gesagt die nächste Nacht waren die Wind Verhältnisse Perfekt. Wir steuerten  wieder die bekannten stellen an, um den Rotbarschen nach zu stellen.

Da in dieser Nacht die Jungs dort unter keinen richtigen Appetit hatten, versuchten wir es über 200m tiefen Wasser auf Köhler. Speed pilken war angesagt.  Es dauerte auch nicht lange, da kreischten schon die ersten Rollen. Die Köhler hatte alle so ein Gewicht um die 8 Kg, also keine großen aber der Spaßfaktor war riesig.

Außer Rotbarsch und Köhler  gab es noch reichlich Lumb und Leng.

Die Lumb`s  waren schon ganz schön verwurmt. Die größten waren aber im Durchschnitt schon sehr respektabel. Fische von 4-7 Kg waren nicht selten.

Auch das zweite Boot füllte die Kiste mit leckeren Rotbarschen, Köhler und Co.

So blieb es auch in den nächsten Tagen. In den Schären kleine bis mittlere Dorschen, zwischen durch gute Pollacks und auch Leng wurde ziemlich flach gefangen. Lies es der Wind zu, dann könnte man aufs offene Meer  fahren um Köhler, Rotbarsch, Lumb und Leng zu fangen.

Am vorletzten Tag gab es noch mal in der Nacht auf dem Boot Heilbuttarlarm  (dachten wir). Nach einem  heftigen Biss in 100m tiefe, schoss kurzzeitig bei Stefan die Schnur von der Spule. Danach stand der Fisch am Grund, ohne sich auch einen Meter zu bewegen. Der erste Gedanke „Hänger“ oder großer Butt der sich zum Ausruhen mal kurz hingelegt hat. Wir beschlossen den Fisch  oder Hänger entgegen zu fahren. Als das Boot dann genau über dem Fisch stand und ordentlich Druck auf die Rute gegeben wurde, löste sich der „Hänger“. Nee, sagte Stefan das ist kein Hänger und auch kein Butt, dat geht nur sau schwer. Nach etlichen Minuten kam er dann an der Oberfläche, ein Monster von Lump. Mit diesem Fisch hatte Stefan seinen schon mal erkämpften Titel „ Lumbenkönig“ erfolgreich verteidigt. Die Waage blieb bei 12 Kg stehen. Glückwunsch.

Leider vergeht die Woche immer viel zu schnell. Am letzten Tag mussten wir noch mal wegen Wind in die Schären angeln. Dort wurde auch noch mal von beiden Booten alles versucht  noch einen Butt zu überlisten, leider aber ohne Erfolg.

Trotz allem hatten wir eine tolle Woche hier in Langnesets. Unser Fischlimit war erreicht. Wie heißt es so schön: Nach dem Angeln ist vor dem Angeln.

Die nächste Reise ist schon geplant und die Vorfreude ist heute schon wieder riesig.

Den letzten Tag wurde noch zum Abschied von diesem einzigartigen fleckchen Erde  Abschied genommen und zünftig gegrillt und gefeiert.

Die Heimfahrt führte und durch Schweden, entlang der E 45.

Ein kleiner Hinweis noch für Leute die auch die Strecke fahren wollen.

Da es mit gutem  Essen unterwegs sehr schwierig ist (Tankstellenessen) und man  in Trelleborg morgens um 6 Uhr  ankommt, der kann so zur Mittagszeit in Göteborg sehr preiswert, fast billig essen.

An der Autobahn in Göteborg gibt es ein Ikea. Genauso wie in Deutschland, haben  die dort ein eigenes Restaurant. Billiger geht’s wirklich nicht. Probiert es aus.

Euer team-nordkap   

Hier noch ein paar Impressionen:

unser Hausberg auf Louvund                   Ausfahrt  Nord( am Horizont  Indre Kvaroy)        

letzte Ausfahrt                                                                        Mitternachtsonne am Polarkreis

Lumb von 24 Pfund an der Waage                        Hausberg mit Haube

unser Nichtraucher Heiko

Soni kann es einfach nicht lassen. Hier werden die kleinen Köhler und Dorsche noch Nachts geärgert.

davon gab es reichlich. Alle Rotbarsche so um die 1- 2 Kilo

Kapitän Wilfried und sein Navigator Tilo

ein Blick aus unserer Grillhütte

die Muppet Show

krumme Ruten waren nicht immer selbstverständlich. Soni beim Speedpilken auf Köhler

der Filetierraum

the End

Havoysund 2011

71° Grad Nord Tour 2011 mit dem team-nordkap

Nach einjähriger Planung sollte das team-nordkap seinen Namen alle Ehre machen.
Ziel der Tour sollte diesmal das Städtchen Havoysund sein. Havoysund liegt ungefähr 50 Kilometer Luftlinie vom Nordkap entfernt.

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Am 20. Mai war es dann soweit. Die Autos wurden gepackt, ein Abschiedsfoto geschossen und für die nächsten Tage, das Bett mit einem Autositz getauscht.

Unsere Reiserute sollte wieder ab Trelleborg über Stockholm und dann immer die E4 entlang der Ostsee führen.

2800 km lagen vor uns, doch alle hatten nur einen Gedanken, ihren Traumfisch zu fangen.Bei wunderschönem Wetter ging es durch die endlosen Weiten Schwedens.

Man sieht doch immer wieder neue Sachen, so auch die Woltens bei einer Spritztour.:-))

Nach gefühlten hundert Stunden, erreichten wir am frühen Morgen den Polarkreis.

Eine Taufe gabs diesmal nicht, denn alle hatten diesen schon vorher mal überquert. Weiter ging es durch Finnland und die Temperaturen sanken hier doch deutlich. Der Winter hatte hier wohl noch nicht ganz aufgegeben. Das ist halt Finnland. Ein Bus ohne Räder aber dafür auf Kufen( genial)


Unser nächster Stopp war die Grenze zwischen Finnland und Norwegen. Wir wählten die rote Spur um unser Bier, was über der Freigrenze lag, zu Verzollen.

Freundlich begrüßte uns der Zollbeamte. Auf Norwegisch und Denglisch versuchte ich meine Absichten zu erklären. Er lächelte freundlich und sagte “ ich spreche auch Deutsch“. Also, unsere überschrittene Freimenge bezahlt und mit einem ruhigen Gewissen Richtung Alta.

In Alta sollte der Rest der Truppe am Flughafen zu steigen. Pünktlich setzte der Flieger zur Landung an und dann ging es weiter durch die endlosen Weiten der Finnmark.

Alta sollten uns dann nur noch 200 km bis zum Ziel trennen. Die Landschaft wurde doch zunehmend öder und rauer.

Die baumlose Steppe signalisierte die Nähe des Nordkaps.Und dann war es endlich soweit.

Nach 31 Stunden Fahrt von Trelleborg aus, lag Havoysund vor unseren Füßen.

Dies ist die Brücke, die die Insel mit dem Festland verbindet.

Nach dem wir uns so gut wie es geht häuslich eingerichtet hatten, hielt uns auch nichts mehr. Alle wollten nur noch eins, Angeln,Angeln und nochmals Angeln, trotz Müdigkeit und wund gesessenem Hinterteil.

Unsere Boote lagen nur wenige Schritte vom Haus entfernt.

Tag 1

Unsere erste Erkundungstour sollte am Leuchtturm vor Havoy sein. In 30 Meter Wassertiefe dauerte es auch nicht lange, bis die erste Bisse kamen. Unser Gast Manfred landet dann auch gleich mal einen schönen Nordkapdorsch.

Auch unser Tilo mit seinen ersten urigen Gesellen. Der Katfisch sollte in unserer Woche noch eine wichtige Rolle spielen.Auch der Kleine hat schon schöne Beisserchen.



So verging unsere erste Nacht unter der Mitternachtssonne und unsere Müdigkeit siegt doch. Nach 45 Stunden ohne Schlaf brachen wir unsere erste Erkundungstour ab. Fisch gab es in jeder Ecke, was uns hoffen ließ.

Am nächsten Tag stand die Mission Seewolf und Heilbutt auf dem Programm. Wir wählten heute die Ausfahrt Richtung Osten. Nach 10 minütiger Fahrt machten wir den ersten Stopp. Die Pilker erreichten kaum den Grund und schon griffen die Seewölfe sich den Köder.

Was für Mengen an Katfischen muss es dort unten geben? Jeder zweite Wurf brachte Fische bis zu 6 Kilo an die Oberfläche. Wir versuchten jetzt raus zu bekommen was diese fische am liebsten mochten. Getestet wurde nur Pilker, Fetzenköder und Pilker mit oberhalb angebrachten Gummimaak in den Farben Rot und Blau.

Das Ergebnis war dann doch sehr eindeutig. Der einfache Bergmannpilker mit Gummimaak war der absolute Renner und das auch die nächsten Tage. Alleine die Tatsache dass wir an diesem Tag in nur 5 Stunden 34 Seewölfe landen konnten.

Unser Dinner zum Abendbrot war erst mal für alle gesichert. Wann kann man sonst so lecker Fisch essen, als hier vor Ort.

Tag 2
Der Zweite Tag sollte erst mal ein Test werden. Mehrer Hotspots wurden angefahren und Fisch gab es überall.

Nach etwa zwei Stunden kam der erste Anruf. Erster Heilbutt von Heiko. Na Super, fängt ja schon gut an dachte ich.Da er aber untermaß war, durfte er wieder in seinem Element. Schnell wechselte ich meinen Pilker gegen einen Roybi und ab ging’s in die Tiefe. Beim dritten langsamen Einkurbeln gab es ein kleinen Ruck, den ich mit gleichem erwiderte. Kurze Pause und ab ging die Post.Mir war gleich klar, das es etwas besonders war. Nach mehreren Fluchten zeigte er sich. Er, auf den alle schon so lange gefischt haben, nicht riesig aber auch nicht klein,wunderschön gezeichnet und unsere Crew waren die ersten die das Objekt der Begierde landen durften.

Stolze 19,5 Kg und 130cm waren für uns schon imposante Maße. Damit das Boot 1 erst mal die Messlatte ganz schön hoch gesetzt.

Jetzt hatten alle an Bord Lunte gerochen. Schnell wurden die Köder gewechselt, doch am heutigen Tag blieb es bei diesen einem Heilbutt.

Tag 3
Heute war unser Ziel der Dorsch. Östlich der Insel Hjelmsoya fanden wir eine Kante wo Krautfelder von sandigen Boden unterbrochen wurde. Die Dorsche waren keine Riesen aber wunderschön gezeichnet und sehr kräftig in der Farbe ( Tangdorsche ). Ein wenig Abwechslung und an feinen Gerät, ein heiden Spaß.Wurde der Boden sandiger kamen auch gleich Nachläufer von Heilbutt`s.

Allein die Schollen die immer wieder nach unser Köder griffen waren sehenswert. Davon gibt es im Sund aber auch draußen jede Menge und in beachtlichen Größen.

Tag 4

Leider machte uns das Wetter heute einen Strich durch die Rechnung. Mission Heilbutt und Co. musste vertagt werden. Wir beschlossen also heute unser Bergfest mit gegrilltem und ein Pils zu versüssen.
Wer will bei diesem Wetter schon Angeln.:-))))

Tag 5

Das Wetter beruhigte sich wieder und alle drei Teams, starten einen neuen Versuch. Alte Stelle und es endete da, wo es vor 2 Tagen anfing. Dorsch und Seewolf satt.

Keine Riesen aber trotz alle dem viel Spaß an der Rute. Manfred und sein Büttchen. Und dann immer wieder Nachläufer von Heilbutt`s .

Unser Administrator Tilo mit seinem ersten Heilbutt.

Die kleinen haben natürlich nur zu Beweißzwecke für das Foto posiert.

Der ein oder andere war denn doch schon mäßig, das auch Micha sein Meterfisch mitnehmen durfte.

Tag 6

Heute wurde wieder mal quer Beet geangelt. Unser Fischsoll war schon lange erreicht. Es gab mal wieder Seewölfe, Dorsche aber auch den ein oder anderen Schellfisch an den Haken.

Tag 7

Heute hätte unser Matti doch noch den Tourrekord geknackt. Bei hochkurbeln stieg im Mittelwasser wieder mal ein Heilbutt ein. Diesmal bis er auf ein Silbernen Bergmann. Nach endlosen Minuten des Kampfes kam er dann, was Matti wohl nie vergessen wird. Der Heilbutt seines Lebens.

Sie schätzen den Fisch auf mindestens 100 Pfund. Wilfried, unsere liebe Seele und Dienstältester hatte sich wahrscheinlich ein wenig in der Grammzahl und Kraft verschätz. Beim hochziehen, rutschte der Fisch wieder über Bord und verschwand in die Tiefe. Ja, auch Fische haben eine Chance verdient. Matti,der das erste mal mit uns fahren durfte, hätte jeder den Fisch gegönnt.

Ja, und dann hieß es wieder mal Abschied nehmen. Abschied, von ein Abenteuer am 71° Breitengrad. Ein Abschied der aber nicht für immer ist.Wir waren uns alle einig. Havoysund sieht uns noch mal wieder.

Fazit dieser Tour:
– 21 Heilbutt`s
– weit über 200 Seewölfe
– unzählbare Mengen an Dorsch
– super Schollen
– ein Leng und viele Schellfische.

Liebe Grüße
euer Team- Nordkap

 

 

 

Zum Schluss noch ein paar Impressionen:

[youtube]Itk9apmxuRE[/youtube]

ha det bra

 



Kvaroy

Reisebericht Kvaroy 

Indre Kvaröy, eine Insel am Polarkreis,

 

Hier nun unser kleiner Reisebericht nach Kvaröy.

Nach einen Jahr , das uns wie eine Ewigkeit vorkam, war es endlich wieder  soweit. Das Team-Nordkap besuchte eine Insel am Polarkreis. Nach vielen Beiträgen und Messegängen waren wir uns sicher, dass soll unser neues Ziel werden. Schnell wurde bei unseren Reiseanbieter zwei Häuser gemietet. Der Service von Matze hat mal wieder vorzüglich funktioniert. Am 2. Juni um 12 Uhr war unser Auto gepackt und ab ging es Richtung Kiel.

Ausgeschlafen und bei strahlenden Sonneschein begrüßte uns Göteborg, ab jetzt hieß es 22 Stunden durch Schweden. Endlang der E 45 über Mora, Östersund bis Storuman führte uns der Weg.


Von Storuman auf der E 12 ging es dann Richtung Mo i Rana und 50 Kilometer weiter ereichten wir unser Ziel, den Hafen von Tonnes.

Wir hatten uns im Vorfeld entschieden, unser Auto auf dem Festland stehen zu lassen. Wir buchten im Vorfeld ein Transfer durch unserem Vermieter.Doch vorher gab es erst mal ein kurzes Nickerchen für den Kraftfahrer.

Pünktlich wie vorher ausgemacht, kam unser Boot. Freundlich wurden wir von unserem Betreuer empfangen. Das einzig Negative an dieser Variante ist, dass man sein Gepäck aus dem Auto ins Boot, und in Kväroy wieder aus dem Boot schleifen muss. Es gibt natürlich auch noch die Möglichkeit, mit der Autofähre über zu setzen, doch ist dies wohl laut Aussage unseres Veranstalters nicht zu empfehlen, da man bei der Rückfahrt viel mehr Zeit  auf der Fähre verbringt und dadurch viel Zeit verliert.

Für die Anreise per Flugzeug, geht eine Fähre von Bodö nach Kvaröy. Sie benötigt 4 Stunden und nach Angaben unserer beiden Fluggäste ein super Erlebnis.

Der Hafen von Kväroy liegt geschützt ungefähr 200 m von den Häusern entfernt.

das sind unsere Boote( 19 Fuß und 50Ps )

Die Häuer sind noch fast nagelneu und liegen mit wunderschönen Ausblick, direkt am Wasser. Auf der Terrasse kann man die Abendstimmung vom Nordland genießen.

Hier ein paar schöne Eindrücke von der Mitternachtssonne.

Sonne die zweite

Schnell waren die Sachen in den Zimmern verstaut und eigentlich wollten wir auch gleich noch eine kurzen Trip aufs Meer wagen, doch nach der anstrengenden Autofahrt gab es noch ein kühles Blondes und eine Mütze voll Schlaf.

Der erste Tag sollte ganz verhalten beginnen. Die vorgegebenen Hot-Spots wurden systematisch abgeklopft und so kam der ein oder andere Dorsch zur Oberfläche. Es waren keine Großen, aber das hatten wir auch noch nicht erwartet. So endete dann der erste Tag mit wenig Fischen aber doch schönem Wetter. Am zweiten Tag habe ich dann bei 3 Stunden Angeln noch nicht einen Fisch. Alles was unter Wasser schwamm, schien entweder kein Hunger zu haben oder es gab keinen mehr.

Alle Versuche blieben an diesem Tage erfolglos.

Aber wie heißt es so schön: Jeder Tage ist ein Angeltag, doch nicht jeder Tag ist ein Fischtag.

Dies alles konnte aber unsere Laune nicht verderben und so sollte der dritte Tag dann auch die ersten größeren Fische bringen. Die Fische bissen meist so um die 80-90 m. Dorsche von bis zu 15 Kg, Lumb bis 6,5 Kg, mittlere Lengfische, Rotbarsche und Wittlinge von sage und schreibe 2 Kg wurden an diesen Stellen gefangen.


Hier unser Klaus mit sein großen Pollak.

Wie immer, vergingen die Tage wie im Fluge. Die Dorsche schienen hier in Unmengen vorhanden zu sein. Erstaunlicherweise aber nicht immer an den Hotspots wo man sie eigentlich erwartete.

Unser großes Ziel der Heilbutt, stand dann auf dem Plan. Eine Truppe die 14 Tage vorher hier auf Kväroy waren, fingen gleich 4 Stück davon. Doch Neptun ließ uns in Stich. Alle Versuche unseren Zielfisch zu fangen gingen leider wieder mal daneben. Nicht das wir zu Doof dazu waren, nee, nee keiner von der gesamten Anlage fing in dieser Woche ein Butt.

Auch beidhändig Angeln brachte nichts. :-)))))

Na ja, und so vergingen die Tage und wieder wie im fluge. Es wurden zwar diesmal nicht die Riesen gefangen, aber das ist uns eigentlich auch ganz egal. Bei uns steht eben der Spaß an erster Stelle und davon gab es reichlich.

( auch wenn es auf dem Bild hier nicht so aussah)

Hier noch mal die Bootsbesatzung

Heiko, Icke (Andreas) und olle Micha. Na, ja Jens, der auf dem unterem Bild mußte ja das Foto schießen.

Weiterhin mit von der Tour:

unser Wilfried

 

und Klaus


 

Unser nächstes Ziel 2011 ist Havoysund am Nordkap. Bis dahin

wünschen wir allen Norwegenfans skit fish und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel

 

Andreas vom

www.team-nordkap.de


 

 

 

 

 

 

 

Rodven

More og Romsdal 2009

 

Unsere Herbstodyssee sollte diesmal in südlichem Gefilde stattfinden. Ich wählte den Romsdal aus, um gezielt den großen Köhlern nach zu stellen. Ich wählte die etwas teuere Variante mit der Fähre Kiel – Oslo. Zum ersten wollte ich denn Norwegenneulingen Michel und meinem Vater schon was bieten, das man so schnell nicht vergisst, denn beide haben solch eine Fähre wie die Magic und Fantasy noch nie Life erlebt.

Es ist schon immer wieder ein wunderbares Gefühl wenn man auf solch ein Kahn steht.

Wir, das waren von rechts nach links, Norwegenneuling Michel mein Vater Fritz , Horst und meine Wenigkeit Namens Andreas.

Am Vorabend wurde kräftig gepackt. Es sollte natürlich an nichts fehlen. Da wir nicht nur Köhler fangen wollten, besorgte ich noch vier Elektromultis für`s Tiefe. Ich muss sagen, dass ich eigentlich mal absoluter Gegner dieser Rollen war, aber einmal mit gefischt kann ich eigentlich nur noch Vorteile an diesen Dingern sehen.

Das Auto war gepackt und beim letzten Fachsimpeln gab es noch ein Bier auf eine erfolgreiche Angelwoche in Rödven.

Nächsten Morgen um 7.00 ging es endlich los. Die Fahrt nach Kiel verging wie im Fluge. Bei schönen Wetter genossen wir die Überfahrt nach Oslo.

Punkt 10.00 Uhr legte die Fähre in Oslo an. Diesmal war es das erste mal das ich als erstes die Fähre verlassen durfte, ohne Umschweife erst mal die rote Spur angefahren und unser Pils verzollt. Umgerechnet 2,90 Euro pro Liter. Das war schon ganz schön heftig, aber was soll´s? Die Fahrt nach Rödven verlief ohne Probleme. Wir genossen die Fahrt. Für unsere Norwegen Neulinge gab es sicherlich viel zu sehen.

So gegen 18.00 Uhr war das Ziel erreicht. Die Haus war zwar nicht das allerbeste aber das Nötigste war auch hier enthalten. Wir wollten ja schließlich mehr Zeit auf dem Wasser verbringen als im Haus.

Eine Einweisung und Belehrung von Olaf und der Tag neigte sich dem Ende.

Am Sonntagmorgen sollte es dann erst mal auf den Hauptfisch „den Köhler“ gehen. Nach Auskunft befinden sich die Schwärme südwestlich von der Insel Sekken. Nach 45 Min Fahrt war unser Ziel erreicht. Die Stelle zu finden war kein Problem, denn dort standen schon ungefähr 20 Boote auf einer Stelle. Wir montierten unser Light Tackel mit einen 80 g Pilker. Den Neulingen erklärte ich noch das Speedpilken und dann ging los. Schon beim ersten Hochkurbeln verneigten sich die ersten Ruten zum Halbkreis. Der Köhler stand über 200 Meter tiefen Wasser, bei 50 Meter. Es ist schon ein geiles Gefühl wenn die Rollen singen und der Köhler mit aller Kraft Richtung Grund ziehen.


Der Anfang war gemacht. Die Fische wogen so alle im Durchschnitt zwischen 5 und 8 Kilo.


So verging der erste Tag wie im Fluge. Wir mussten dann das Angeln abbrechen denn  hätten wir so weitergemacht wäre unser Fischlimit schon am ersten Tag erreicht.

Ein wunderschöner Tag neigte sich dem Ende zu. Die ersten Filets waren eingetütet und alle freuten sich auf Morgen.

Der zweite Tag begann so , wie der erste endete. Köhler bis zum Abwinken. Wir beschlossen dann ein paar andere Fischarten zu angeln. Nach Auskunft sollte es keine Makrelen geben und Dorsch zu der Jahreszeit sowieso nicht. Wir fuhren Richtung Dorschwiese und siehe da, es gab doch ein paar Makrelen. Ein super Spaß und lecker obendrein. Weiterhin fingen wir noch ein paar kleinere Dorsche, Knurrhähne, Lippfische und Wittling.

Auch Michel war begeistert von so viel Kraft die solch ein Fisch hat.

Andreas und Horst mit zufriedenen Gesichtern über ein gelungenden Angeltag.

Der zweite Tag begann so , wie der erste endete. Köhler bis zum Abwinken. Wir beschlossen dann ein paar andere Fischarten zu angeln. Nach Auskunft sollte es keine Makrelen geben und Dorsch zu der Jahreszeit sowieso nicht. Wir fuhren Richtung Dorschwiese und siehe da, es gab doch ein paar Makrelen. Ein super Spaß und lecker obendrein. Weiterhin fingen wir noch ein paar kleinere Dorsche, Knurrhähne, Lippfische und Wittling.

Der zweite Tag war wieder erfolgreich. Heute Abend gab es erst mal Frischfisch zu Essen.

Am dritten Tag wollten wir die tieferen Gefilde abklopfen, doch das ging voll in die Hose. Wir bekamen in 4 Stunden kein nennenswerten Biss.

Tag vier war ein Tag zum “ In den Skat drücken“ Sturm und Regen ließen uns eine Zwangspause einlegen.


Am fünften und vorletzten Tag war das Wetter nicht viel besser, so entschlossen wir uns vor der Haustür zu Angeln. Leider mussten wir aber feststellen, daß wohl zur Zeit hier kein Fisch war. Außer ein Knurrhahn wurde nichts zu Tage gefördert.

Und dann kam unser letzter Angeltag. Heute wollten wir es noch mal wissen. Der Vormittag sollte wettertechnisch gut sein. Es hieß also bei Zeiten aus den Federn. Wir fuhren Richtung Romsdalfjord. In Höhe Eingang (Ochsenkopf) stand der Köhler. Er schien an diesen Tag auch sehr hungrig zu sein.

Fast jedes Ablassen wurde mit einem Biss belohnt. Gerade eine bestimmte Sorte von Pilker schien der Fisch zu lieben.

mit der Kombination


So ging es den ganzen Vormittag, Drillen im Minutentakt

Doch leider hat alles mal ein Ende. Zufrieden kehrten wir bei Zeiten den Rückweg an, denn es ging am nächsten Tag wieder Richtung Heimat. Unsere Bilanz zu dieser Woche konnte sich sehen lassen, auch wenn andere Fischarten sich sehr rar gemacht haben.

Eine tolle Gegend mit hohen Spaßfaktor.

Mit besten Grüßen

Andreas vom

www. team-nordkap.de

Zum Video gehts hier :

 

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Foldvik

 

Reisebericht Foldvik Brygger

Foldvik Brügger 2009

Nach einem Jahr langen warten war es endlich wieder soweit. Das Team-Nordkap startete Richtung Foldvik Brügger. Die Endscheidung, diese Anlage zu besuchen, fiel eigentlich beim letzten Norwegentreffen in Berlin.
Das Quantum Team stellte damals diese Anlage vor. Nach kurzem Gespräch mit Sven (Quantum-Team) und Matze von Dintur war für mich klar:
Diese Anlage muss es sein!
Top Häuser, unsere Lieblingsboote und windgeschützt. Was will man mehr?
So trafen wir uns am 19.6.2009 bei mir zu Hause zum obligatorischen Gruppenfoto. Wie jedes Jahr haben wir auf unser Tour auch ein oder mehre Gäste on Board. Neueinsteiger Marco (4.v.r.) wollte es endlich wissen.

Die Autos waren gepackt und jetzt hielt uns auch nichts mehr.

Los ging es von Zeesen nach Kiel. Mit der Stenaline nach Göteborg und dann die E45 durch Schweden.

Die Fahrt war mal wieder ein Traum. Trotz ein paar sehr langen Baustellen (Belastungsprobe für Mann und Material) erreichten wir den Grantangenfjord am 21.6. so gegen 13 Uhr.

Eine wirklich schöne Begegnung waren nicht nur die sieben Elche und unzähligen Ren`s, nein diesmal stand ein ausgewachsener Braunbär auf der Strasse. Leider hatte damit keiner gerechnet, und bevor die Kamera bereit war, verschwand er wieder im Wald. Nachdem wir unser Quartier bezogen hatten und unser Umfeld begutachtet hatten, wurde erst mal zu Lagebesprechung gerufen.
Der erste Eindruck von der Anlage war, wie erwartet, positiv.

So ging es erst mal nach 28 Stunden Schlafentzug nicht ins Bett sondern ab auf’s Wasser. Es wurden viele Stellen abgeklopft und der ein oder andere Stoni wurde gelandet.

Am Fjordausgang zeigte uns dann unser Neueinsteiger Marco wo der Hammer hängt. Er landet einen schönen 20 Pfünder Dorsch und legte sogleich erst mal die Messlatte am ersten Tag ziemlich hoch.

Und so verliefen die ersten beiden Tage mit dem suchen von Fischen, doch Großfisch schien noch nicht im Fjord zu sein. So ging es erst mal nach 28 Stunden Schlafentzug nicht ins Bett sondern ab auf Wasser. Es wurden viele Stellen abgeklopft und der ein oder andere Stoni wurde gelandet.Am Fjordausgang zeigte uns dann unser Neueisteigen Marco wo der Hammer hängt. Er landet einen schönen 20 Pfünder Dorsch und legte sogleich erst mal die Messlatte am ersten Tag ziemlich hoch. Und so verliefen die ersten beiden Tage mit dem suchen von Fischen, doch Großfisch schien noch nicht im Fjord zu sein.Am Fjordausgang wurde dann hauptsächlich auf Stoni gefischt. Auch unser Neueinsteiger gab sich allergrößte Mühe, und so wurde er auch mit dem ein oder anderen Unterwasserbewohner belohnt. :-))))))


Es ist schon immer wieder ein fantastisches Angeln unter der Mitternachtssonne.Wie im jeden Jahr feiern auch wir unsere Sommersonnenwende und bei traumhaften Wetter macht das Grillen noch mal so viel Spaß.

Tag 4 sollte dann die entscheidende Wende bringen. Der erste Heilbutt wurde gefangen, auch wenn er nicht riesig war, war es doch unser Gast Olaf’s erster Butt.

Glückwunsch, auch wenn er doch noch sehr klein war.

Nachdem wir wieder den Fjordausgang bearbeiteten, fuhr unser Boot einige Berge außerhalb des Fjordes an. Als wir wieder umsetzen wollte, knallte es bei Soni am Beifänger. Es folgte ein harter Drill und es wurde der erste sehenswerte Köhler an Bord gehievt. Der Köhler brachte satte 20 Pf auf die Waage.
Jetzt hieß es Speedpilken. Wir tauschten unsere schweren Geschosse gegen light Takel und ab ging die Lutzi.



Wir erlebte jetzt ein Angeln welches sehr viel Spaß macht. Alle Fische wogen zwischen 15 und 23 Pf. Über 200m tiefen Wasser konnten die Köhler ihre ganze Kraft entfalten und jagten uns Gänsehaut auf den Körper.

Nach 5 Stunden angeln mussten wir dann wohl oder übel unser angeln erst mal abbrechen, denn es gibt ja noch die 15 kg Regelung. Die nächsten Tage wurde dann wieder überwiegend auf den Wolf und Heilbutt gefischt, doch der ganz Große wollte nicht. Aber was soll`s, dann klappt es eben beim nächsten Mal.


Fazit der ganzen Tour:

Ein super Angelrevier mit sehr guten Chancen auf Heilbutt. Wir fingen insgesamt zwar nur drei, aber in der kompletten Anlage wurden insgesamt 14 Heilbutts gefangen, wobei der Größte immerhin 28 kg bei einer Länge von 1.40 m wog.

Nach den ganzen Anstrengungen der letzten Tage gab es erst mal ne dicke Zigarre als Belohnung.

Leider endet auch irgendwann mal jede Tour. Wir hatten Ende Juni doch fast jeden Tag  Sonnenschein und Temperaturen die schon sehr an zu Hause erinnern.

Die Sachen wurden verstaut und auch hier das obligatorische Gruppenfoto .

Die Heimfahrt führte wieder Richtung Schweden. Als Kulturbeitrag wurde noch mal im Nationalpark Abisko in Schweden ein längerer Stop gemacht, bevor wir dann in Göteborg von unserer Fähre erwartet wurden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch Foldvik am Gratangenfjord war eine Reise wert, wo wir uns sehr gern wieder zurück erinnern.

Unsere nächste Tour 2010 heißt:  Indre Kvaröy.

Bis dahin

euer Team-Nordkap

Steigen

 

Reisebericht Steigen  

Unser Reisebericht über Steigen vom 21.6 bis 28.6.2008

Nach einem Jahr Wartezeit sollte es am 19.6 endlich wieder Richtung Norden gehen. Da vier Mann vom Team-Nordkap eine Angelpause 2008 einlegen wollten, entschied der Rest: „dann fahren wir zu sechst, Hauptsache wir fahren.“


Alles was" mann" so braucht. :-)))))

 

Gesagt getan, es fiel die Wahl auf Steigen. Etwas südlicher als sonst, aber immer noch im Norden von Norwegen.

Die Abfahrt sollte um 12 Uhr losgehen und unser Sharan startete auch pünktlich Richtung Kiel. Wir wählten diesmal nicht die überfahrt „Rostock – Trelleborg“, sondern die Fährüberfahrt „Kiel – Göteborg“ um ein paar Autokilometer zu sparen und ausgeschlafen die nächsten 1600 km zu überstehen.

In Kiel erwartete uns ein regenverhangender Himmel und die erste überraschung beim Einchecken. „Ihr Auto ist zu hoch, sie müssen umbuchen oder den Dachkasten ins Auto schieben. “ Da letzteres nicht möglich war, mussten wir erst mal in den sauren Apfel beißen und 100 Euros für eine Umbuchung zusammenkratzen.

Gesagt, getan – nun wollten wir das Geld nun auch loswerden, doch zu unserem Glück hatte die nette Dame Probleme mit der Computertechnik, sodaß wir die hundert Euro wieder unsere nennen konnten.
Also rauf auf die Stena Line „Scandinavica“, Sachen in die Kabinen werfen, Essen fassen und – das allerwichtigste – einen Fernseher für die übertragung des Deutschlandspiels suchen. Zum erstaunen wurde für alle Fußballhungrige eine riesige Videoleinwand aufgebaut, Oh Gott, waren wir glücklich, besser konnte der Urlaub nicht beginnen!

Gut ausgeschlafen legte wir bei strahlendem Sonnenschein in Göteborg an. Unsere Reise ging entlang der E 45 über Mora, Sveg, östersund nach Storuman. Es erklärte uns eine nette Dame, erster Halt nach 300 km zum Essen fassen.

Der nächster Stopp war dann in Sveg. Dort wurde getankt und ein wenig die steif gewordenen Glieder gestreckt. Zum erstaunen mußten wir fesstellen, dass der Dieselpreis hier bei 1,16 lag. Fast geschenkt!!! In Storuman ging es dann Richtung Mo i Rana. Der Grenzübertritt verlief unspektakulär, weil er kaum zu erkennen war. Das einzige, was wir sehen konnten,  war eine neu gebaute Halle für den Zoll. Irgendwann am Morgen überquerten wir den Polkreis und das Ziel war zum greifen nah.

Endlich mal wieder Schnee.

In Fauske wurde nochmal kurz nachgetankt. Bei einen Literpreis von 1.72 Euro ein wahres Vergnügen. Aber „wat mut, dat mut!

So gegen 9.00 Uhr trafen wir in Steigen Sjohus ein. Die Begrüßung war herzlich und freundlich. Da wir viel zu zeitig da waren, wurde uns erst einmal als Service ein ordentlicher Kaffee gemacht, den wir auch nach einer so langen Fahrt wahrlich benötigten. Nach kurzen zwei Stunden konnten wir unser Haus beziehen. Ich kann nur sagen: alles Suuupeeeer. In dieser Anlage wird wirklich Service noch „GROß“ geschrieben. Also  Sachen in die Ecke gefeuert und mit dem Vermieter erst mal eine Einweisung über die Boote erhalten.

 

Noch wichtiger war aber eine kurze Fahrt durch die Schären der Anlage. Diese haben es wirklich in sich. An den ersten Tagen bin ich fast mit Standgas dort durchgefahren, so groß war die Angst auf einen Felsen unter Wasser aufzusetzen! Nach kurzer Zeit hatte man die Strecke im Kopf und der Gashebel wurde schon mal vorn gelegt…

Nun stand der ersten Erkundungstour nichts mehr im Wege. Wir hatte zwei Boote für 6 Mann. Das erste Boot teilten sich unsere Rentnergang Klaus und Wilfried. Das andere der Kumpel Soni und meine Wenigkeit.

Wir fingen in den 3 Stunden etliche Küchendorsche, kleine Lengs, Köhler im Miniformat und meinen ersten größeren Pollack. Für mich war es mein erster Fisch dieser Gattung.

„Warum“ fragt Ihr Euch? Na, weil ich sonst nur nördlicher als Steigen geangelt habe und es dort wohl keinen Pollack mehr gibt, oder – besser gesagt – seltener sind.

So gegen 20 Uhr beendeten wir unser erste Stippvisite. Ich musste mich beeilen, denn unsere beiden Nachzügler, die per Flugzeug nachgekommen sind, warteten schon am Fähranleger in Bogoy. Also nochmal kurz den Diesel angerissen und Lumpensammler gespielt. Überpünktlich legte die Fähre aus Bodö kommend in Bogoy an, kurze herzliche Begrüßung –  wie es sich unter Männern versteht – und dann auch schon die erste Frage: habt ihr schon was gefangen ????? „Ja, ja, nur Kleinkram“, antwortete ich – mh mh mh… verdutzte Gesichter, hatten doch die beiden Norwegenneulinge im Vorjahr in Hamneidet gleich einmal jeder ein 30  Pfünder vorgelegt.

Was soll’s? Der Spaß steht ja bei uns sowieso an erster Stelle und den einen oder anderen Unterwasserbewohner werden wir schon die große Welt bzw. die Pfanne zeigen. Es war jetzt inzwischen 22.30 Uhr als alle bereit für eine neue Ausfahrt waren. Wir fischten die ganze Nacht noch bis früh um sieben Uhr, putzten die gefangenen Fische, futterten noch etwas und den einen oder anderen Absacker gab’s auch noch, so daß wir,  wenn ich mich nicht verrechnet habe, 46 Stunden ohne ’ne Mütze Schlaf ausgekommen sind!

Ja, das ist eben das Angelfieber und die scheinende Mitternachtssonne, die einen hier die Müdigkeit vergessen lässt.

Fazit zum 2. Angeltörn:
– Dorsche in Massen, alle so um die 3 bis 6 Pfund
– Milliarden von Mini-Köhlern
– Lumben bis zum Abwinken und den einen oder anderen Leng

Ja, was soll ich sagen, so ging es die ganze Woche weiter. Das Wetter wurde ein wenig schlechter und der Wind nahm zu, so mussten wir uns wohl oder übel zwischen den Schären mit kleinen Fischen begnügen, die aber an leichtem Geschirr ebenso viel Spaß bereiteten. In den letzen beiden Tagen wurde das Wetter ansehnlich besser und wir konnten raus auf die Großen. bekannte Stellen wie Boebakkan (Pobacke  von uns genannt) und Flatoya wurden jetzt von uns angesteuert. Die Fische wurden jetzt schon ein wenig größer. Schellfische um die 5 Pfund landeten in unseren Kisten, Dorsche bis 15 Pfund und wieder in Grundnähe Lumben und Lengs. Der letzte Tag unseres Steigenurlaubs brachte dann auch das ersehnte ruhige und sonnenreiche Wetter. Es konnte dann auch gezielt auf die Großen gehen. Zwar standen die großen  Dorsche sehr verstreut, aber jetzt wurden wenigsten auch mal Fische bis 18 Kg auf die Planken gelegt.

. Wir fingen an dem Tag große Fische, kleine Fische und, wie Ihr auf den Bildern seht, auch komische Fische .

oder solche

 

Fazit dieser Reise:
Ein super Angelgebiet, welches auch noch bei sehr viel Wind befischt werden kann, sehr gepflegte Anlage mit netten Menschen und die Fischarten waren auch sehr vielfältig.

So fingen wir in unserer Woche:
– Dorsch (größter 18 kg)
– Lumb (8 kg)
– Köhler (7 kg)
– Leng (5 KG)
– Schellfische
– Rotbarsche (3Pf)
– kleiner Heilbutt
– Knurrhahn
– Pollack
– Makrele (halbe Tunfische)

 

Alles im allen: sehr empfehlenswert!
Und auch das ist eine Anlage, der wir sicher nochmals einen Besuch abstatten werden.

 

 

Mit besten Grüßen

Andreas vom

 

Hamneidet

Reisebericht Hamneidet

Seit 5 Tagen bin ich wieder in der Heimat und habe bis heute noch nicht die Eindrücke von Hamneidet verarbeitet.
Noch kämpfe ich mit der Müdigkeit und den Erinnerungen…

Gruppenbild

Sonntag, den 03.06.2007 starteten 16 Norgefans Richtung Norden.
Die Planung für diese Reise lief schon über ein Jahr. Wie immer nahm ich das Zepter in die Hand. Viele Beiträge wurden gelesen und Seekarten studiert. Und dann war es soweit! Was bis dahin noch niemand erahnte, dieses sollte ein Angeln der Superlative werden. Die Tour ging von Königs-Wusterhausen nach Rostock. Schnell einschecken und ’ne Mütze Schlaf nehmen – um gut durch Schweden zu kommen. Am Dienstag, so gegen Mittag, überquerten wir die Grenze zu Norwegen. Unsere Blicke richteten sich natürlich zum den Zollbeamten. Warum? Weiß ich nicht, denn die paar Bier mehr waren sicherlich nicht erwähnenswert. Aber wer lässt sich schon gern nackt machen. Um 15 Uhr erreichten wir unser Ziel. Tormod, unser Vermieter, begrüßte uns herzlich. Eine kurze Einweisung und trotz 30 Stunden Schlafentzug wollten wir das Angelgebiet testen. Also hieß es: Angelzeug im Boot verstauen und erst mal dem 50 PSèr die Sporen geben.  Nach kurzer Fahrt versuchten wir erst mal unser Glück. Zielfisch, wie immer, war unser heißgeliebter Seewolf, den wir in den letzten Jahren in der Region in beachtlicher Größe und Stückzahl fingen.


Die Ernüchterung kam aber schnell und hammerhart. Acht Stunden geangelt und ein Ergebnis, welches man hier oben nicht gewohnt war. Fazit: Ein Steini, ein Lumb und ein Babydorsch… und das ganze mit DREI Personen!!!  Da aber der Spaß am Angeln und die grandiose Natur dafür entschädigten, sahen wir die Sache auch eher gelassen.
Nach 38 Stunden Schlafentzug gab es noch ein kleinen Absacker und dann nichts wie ab in die Federn.


 

Tag 2 begann ähnlich wie der erste Tag endete. Da ich aber ein kleines Trüffelschwein bin, suchte ich den Fisch an allen Ecken und Enden. Und dann fand ich Ihn. Was jetzt folgte, habe ich bis dato nur in irgendwelchen Videos gesehen, wo ja   i m m e r  große Fische gefangen werden! Wir hielten in über 200 Meter tiefen Wasser. Die Mitternachtssonne schien mir ins Gesicht. Stille tat sich auf. Das Echolot baute sich neu auf, aber nicht so wie immer. Die Anzeige im Bereich zwischen 20 und 100 Meter war komplett rot. Mein erster Gedanke „wow, was für Unmengen an Fisch!“ Im gleichen Moment verdunkelte sich die Sonne und es fielen Tropfen vom Himmel. Ein Blick nach oben erklärte alles. Die Wolken waren hunderte von Möwen und die Tropfen war Schei….. Der Grund war ganz einfach: die Anzeige auf dem Echo waren Heringe und die wurden durch Dorsch und Co nach oben gedrückt. Das große Fressen begann und wir mitten drin. Ich griff meine 130 Gramm Ostseerute, ein Pilker von 120 gr. und runter ging’s. Nach ca. 30m blieb die Schnur auf dem glatten Raisafjord liegen. Ein kurzer Anhieb und der Affentanz begann! Die Rolle kreischte und die Schnur wurde unaufhaltsam in die Tiefe gezogen. Adrenalin lag in der Luft, was für ein Fisch muss das sein, der dort unten den Pilker liebte? Die gleichen Gedanken schossen aber meinen beiden Mitstreitern ebenso durch den Kopf, denn ihre Ruten bogen sich ebenfalls zum Halbkreis. Wir sahen uns an und schüttelten mit dem Kopf. Die Verwunderung war nicht wegen den drei krummen Ruten, nein, weil jeder einen Fisch am anderen Ende hatte, der Riesig sein musste!

Ich mach es kurz (Dorsch je  39 Pf, 33 Pf und 31Pf) war das Ergebnis beim ersten ablassen. Was danach folgte, kann ich nicht mehr in Worten fassen. Wir fischten noch dort 3 Stunden, mehr ging beim besten Willen nicht mehr. Die Arme schmerzten und so viel Fisch konnten und wollten wir

nicht verwerten. Zum Glück konnten fast alle nach dem Fotografieren wieder in Wasser entlassen werden!

Fazit der 2. Nacht: (6 Dorsche über 30 Pf, 8 Dorsche über 25 Pf, 15 Dorsche über 10 Pf, 5 Köhler – alle um die 20 Pf). Alles andere haben wir nicht mehr gezählt.

Und zum Schluss der Tour ein Bad im Mauresund bei 8 Grad Wassertemperatur

Ja, was soll ich euch noch erzählen, es ging so die nächsten 3 Tage weiter. Fast jeder Wurf ein Fisch (ohne Übertreibung!). Da wir 4 Boote hatten und alle dort angelten, könnt ihr euch vorstellen, was für gewaltige Mengen an Großfisch dort waren.

Um uns zu erholen, versuchten wir es jetzt auch öfters auf unseren geliebten Seewolf, doch die waren in diesem Jahr wohl nicht so hungrig. Trotzdem konnten wir etliche verhaften, darunter auch ein Wolf von 19 Pf.

Für uns alle war es ein unvergesslicher Urlaub und ich glaube auch, das man so etwas nicht ein zweites Mal erlebt.

Wir waren einfach zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Da bekommt sogar unser Micha ein Grinsen ins Gesicht.

 

Viele Grüße
euer

Videos:

Fister

Reisebericht Fister.

 

Zu diesem Ziel gibt es nur ein paar Bilder ohne Bericht.

Ankunft der Fähre kurz vor Fister

Unser Haus

unser Boot

Unsere Unterkunft hier in Fister


 

 

 

 

 

 

Über diesen Boothaus lag unsere Wohnung für die  Woche.

 

 

 

 

 

 

 

Auch wenn die Fische hier in Fister nicht die Riesen waren, hatten wir viel Spass und schmecken tun die kleinen ohnehin sowieso besser.

Einfach nur lecker

der vieleicht auch ????????????????

Nicht nur Köhler wurden gefangen. Dorsch und der ein oder ander Platte kam an Bord.

Hier unser Filietierplatz

Fazit des kleinen Abstecher:  Super Unterkunft gute Boote und Fischtechnisch sicherlich mit guten Potenzial für große Leng.

 

Gruß

Andreas vom Team-Nordkap

Lyngen

Reisebericht Lyngen.

Leider gibt es hierfür kein Bericht.

Dies sind die Unterkünfte mit den Namen Lyngen Tur und Havfiskesenter.


Jedes Haus ist für 6 Personen und wunderschön in den Lyngenalpen eingebettet.

Hier der Bootsteg mit der dazu gehörigen Bootsflotte.

Das Angelgebiet ansich, bietet sehr abwechslungsreiche Abschnitte. Steinbeißer rechts und Links des Ausgangs vom Fjord sowie vor der Insel Arnoy. Die größten Steinbeisser wogen 23 Pfund. Dorsch auf den Plateaus .

Hier noch eine laufende Bilderserie.